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Angezählt: Trainer Tomas Oral erlebt beim K SC schwere Zeiten.  Deck
Angezählt: Trainer Tomas Oral erlebt beim K SC schwere Zeiten. Deck
21.11.2016

Die Tabelle lügt nicht: Krise beim KSC hält an - Oral unter Druck

So laut wie nach dem 1:3 im Nachbarschaftsduell gegen den SV Sandhausen hat das Abstiegsgespenst in dieser Saison noch nicht beim Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC angeklopft. Mit drei Niederlagen hintereinander sind die Wildparkprofis von Platz zwölf auf Relegationsplatz 16 abgerutscht.

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Nach drei Niederlagen in Folge: Ist Thomas Oral noch der richtige Trainer für den Karlsruher SC?

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Die Schützlinge von Trainer Tomas Oral waren zwar schon einmal Vorletzter, also noch schlechter platziert, aber das war nach dem sechsten Spieltag. Mittlerweile sind 13 Partien absolviert und in dieser Phase einer Spielzeit lügt die Tabelle nicht mehr, wie Sportdirektor Jens Todt nach der sechsten Saisonniederlage einräumte. Schon nach der 0:4-Niederlage beim FC Union am vierten Spieltag bezeichnete ein Berliner Journalist den KSC als die schwächste Mannschaft, die er in den letzten Jahren im Stadion an der Alten Försterei gesehen habe, und als einen Abstiegskandidaten. Nach der 0:3-Heimniederlage gegen Nürnberg am neunten Spieltag brachten einige der mitgereisten Medienvertreter aus Franken den KSC, damals auf Platz 15, in Verbindung mit der Dritten Liga.

„Was wir in vielen Phasen spielen“, sagte Trainer Oral nach dem nordbadischen Derby, „ist absolut unzufriedenstellend.“ Das lässt sich sogar auf die meisten Auftritte der Wildparkprofis beziehen, Gegen Sandhausen, so Oral, habe seine Mannschaft in der ersten Hälfte zwar „zig Aktionen im letzten Drittel“ gehabt, sie sei vor dem Tor der Gäste, „aber nicht konsequent genug“ gewesen. Wenn der Gegner – so wie der SVS nach dem 0:1 – in Rückstand sei und so offensiv etwas mehr Risiko eingehe, „fehlt uns die Widerstandsfähigkeit: Wir geben Tore zu leicht her.“

Beim 2:1 für die Gäste, zum Beispiel, habe sich seine Abwehr, namentlich David Kinsombi, Ylli Sallahi und Enrico Valentini, gegen Richard Sukuta Pasu „sehr jugendlich verhalten“. Sportdirektor Todt sprach von „abenteurlichem Zweikampfverhalten“. Er habe geglaubt, die Mannschaft sei diesbezüglich schon weiter.

Da dies offensichtlich nicht der Fall ist, geht es am kommenden Sonntag, beim Südwest-Derby in auswärts gegen den 1. FC Kaiserslautern (13.30 Uhr/Sky), vermutlich schon um Orals Zukunft im Wildpark. Eine vierte Niederlage hintereinander wäre wohl das Aus für den gebürtigen Unterfranken. Ein Unentschieden auf dem „Betze“ hätte unter Umständen nur aufschiebende Wirkung. „Wir müssen jetzt einen Sieg erzwingen und dann“, zuhause gegen Greuther Fürth, „einen Folgesieg nachlegen“, sagt der KSC-Coach selbst. Gegen Fürth spielt der KSC am Freitag, 2. Dezember. Bei den Franken musste am Montag (Platz 13/14 Punkte) Trainer Stefan Ruthenbeck gehen.