Mannheim. Die badischen Hallenmeisterschaften der U18 und U20 wurden am Wochenende in Mannheim ausgetragen. Aus dem Leichtathletikkreis Pforzheim qualifizierten sich nur Büchenbronner Juniorinnen. Die dafür dreimal Edelmetall abräumten.
Ein Drama spielte sich bereits bei der ersten Disziplin des Tages, den 60 m Hürden ab. Favoritin Nina Schreiner (U20) siegte deutlich vor der Karlsruherin Anna Zittel. Kurz nach dem Lauf stellten die Kampfrichter fest, dass die erste Hürde 50 Zentimeter zu weit vom eigentlichen Platz gestellt war. So musste der Lauf wiederholt werden. Zwar verbesserte SVB-Athletin Schreiner ihre Zeit auf 9,01 Sekunden, Anna Zittel siegte jedoch diesmal mit hauchdünnem Vorsprung in 9,00 Sekunden.
Mit Wut im Bauch zu Silber
Im Dreisprung wurden die Altersklassen zusammengelegt, aber getrennt gewertet. Hier holte Nina Schreiner völlig unerwartet die Silbermedaille. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch sprang sie 11,42 Meter und verbesserte ihre Bestleistung um 43 Zentimeter. Luisa Rupp (U18), ebenfalls SV Büchenbronn, knackte mit ihrer neuen persönlichen Bestleistung von 11,55 Metern die Norm für die deutschen Meisterschaften im Juli. Rupp verbesserte sich um 28 Zentimeter und lag damit um vier Zentimeter besser als der bisherige Kreisrekord der höheren U20 Altersklasse, den seit 2004 Sophie Winterhalter (LC 80 Pforzheim) gehalten hatte. Der neue Bestwert reichte dennoch nur zum 2. Platz. Es siegte Eva Gröne von SG Walldorf Astoria mit 11,68 Metern.


Sieg im Dreisprung: 15-Jährige vom SV Büchenbronn springt zum Landestitel
Der dritte Start des Tages sollte für Nina Schreiner der 200 Meter Lauf sein. Als eine von zwei Favoritinnen standen die Chancen nicht schlecht. Unmittelbar vor dem Start zog sie sich eine schmerzhafte Muskelverletzung zu und musste passen.
Über die Strecke von 400 Meter ging Nelly Heinz (U18) erst zum zweiten Mal an den Start. Im absolut schnellsten Lauf verbesserte sich Heinz auf 63,48 Sekunden und war damit 0,61 Sekunden schneller als bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Sindelfingen. Der Lohn für die Starterin des SV Büchenbronn war ein unerwarteter vierter Platz unter elf angetretenen Läuferinnen.
Nur als Elfte in den Vorleistungen war Luisa Rupp zu ihrer zweiten Disziplin des Tages, dem Weitsprung angereist. Eigentlich konnte sie sich noch nicht einmal qualifiziert, das Feld wurde aber auf 12 Teilnehmerinnen aufgefüllt. Bereits im ersten Versuch sprang Rupp mit 5,25 Metern neue persönliche Bestleistung und verbesserte sich um 22 Zentimeter. Alle ihre gültigen Sprünge an diesem Tag waren besser als ihre alte Bestleistung, der Lohn war ein nie erhoffter vierter Platz.

