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Sportdirektor Oliver Kreuzer (links) und KSC-Trainer Marc-Patrick Meister gehen optimistisch in die Saison.
Sportdirektor Oliver Kreuzer (links) und KSC-Trainer Marc-Patrick Meister gehen optimistisch in die Saison. © dpa
19.07.2017

Dritte Liga: Favorit Karlsruher SC fiebert dem Auftakt entgegen

Der Topfavorit fühlt sich gerüstet. „Am Freitag muss die Katze aus dem Sack“, sagt Marc-Patrick Meister. Der Trainer des Karlsruher SC fiebert mit seiner Mannschaft dem Saisonstart in der 3. Liga daheim gegen Osnabrück entgegen.

Der badische Zweitliga-Absteiger gilt auch bei der Konkurrenz als Kandidat Nummer eins für den Aufstieg. Bei der Jahrespressekonferenz standen die Verantwortlichen Rede und Antwort.

Wie sieht die neue Mannschaft aus?

Komplett runderneuert. 20 Zugänge und 28 Abgänge hatten Sportdirektor Oliver Kreuzer und der Trainer in der Sommerpause zu managen. Geholt wurde eine ganze Reihe erfahrener Spieler für die zentrale Achse, angefangen von den Abwehrspielern Daniel Gordon und David Pisot über die Mittelfeldakteure Kai Bülow und Andreas Hofmann bis hin zu den Angreifern Dominik Stroh-Engel und Anton Fink, von denen nur Fink mit 29 Jahren die 30er-Grenze noch nicht erreicht hat. Darum herum gruppiert sind viele junge Spieler. Einer von ihnen, Torhüter Daniel Uphoff (kam vom VfB Stuttgart), hat im Tor sogar den langjährigen Kapitän Dirk Orlishausen verdrängt.

Wie ist beim KSC die wirtschaftliche Lage?

Präsident Ingo Wellenreuther spricht von einem Kraftakt, der nach einem „Seuchenjahr“ mit dem Abstieg nötig war, um einen Lizenzspieleretat von 5 Millionen Euro zu stemmen. Schmerzhaft ist vor allem der Einbruch bei den Fernsehgeldern. In der 3. Liga gibt es 700 000 Euro, eine Klasse höher hätte der KSC zwischen elf und zwölf Millionen kassiert. Immerhin hat der Verein schon 6000 Dauerkarten verkauft, fast so viele wie in der vergangenen Zweitliga-Spielzeit (7500). Kalkuliert wird mit einem Zuschauerschnitt von 11 000.

Ist der Aufstieg für den KSC ein Muss?

Laut Präsident Ingo Wellenreuther nicht. Man werde alles daran setzen, aufzusteigen. Ein weiteres Jahr 3. Liga würde schwierig, aber der Aufstieg sei nicht alternativlos.

Wie geht der neue Kapitän Kai Bülow mit dem Druck um?

Er verspricht, dass die Spieler ihr Bestes geben, bittet die Fans aber auch um Geduld: „Bitte nicht zu euphorisch werden, wenn es gut läuft. Und nicht nervös werden, wenn es Rückschläge gibt. Wir haben elf Monate und 38 Spiele Zeit“, so Bülow.

Welchen Fußball lässt Marc-Patrick Meister spielen?

„Wir wollen die Initiative übernehmen. Von der Mentalität her wollen wir viel Ballbesitz“, sagt der KSC-Trainer. Über allem stehe die defensive Stabilität. Wie hoch das Pressing angesetzt wird, will man situativ entscheiden. Offensiv will man vielseitig sein: Den Gegner mit Umschaltspiel überraschen oder ausspielen. Weil bei den Neuzugängen verstärkt auf größere Spieler gesetzt wurde, hofft der KSC auf Vorteile bei Standards – vor dem eigenen Tor ebenso wie vor dem gegnerischen.

Umfrage

Gelingt dem Karlsruher SC der direkte Wiederaufstieg?

Ja 63%
Nein 32%
Weiß nicht 5%
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