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Im CfR-Trikot absolvierte Ronnie Honisch in der Saison 2010/11 ein paar Einsätze in der Verbandsliga, vorwiegend kam er aber in der Kreisliga zum Einsatz. Im vergangenen Jahr erkrankte der 39-Jährige an Lungenkrebs. Foto: Nabinger
Im CfR-Trikot absolvierte Ronnie Honisch in der Saison 2010/11 ein paar Einsätze in der Verbandsliga, vorwiegend kam er aber in der Kreisliga zum Einsatz. Im vergangenen Jahr erkrankte der 39-Jährige an Lungenkrebs. Foto: Nabinger
Lässt sich trotz seiner Krebserkrankung nicht unterkriegen: Ronnie Honisch.
Lässt sich trotz seiner Krebserkrankung nicht unterkriegen: Ronnie Honisch.
10.04.2018

Ehemaliger CfR-Spieler an Krebs erkrankt: Ronnie Honisch braucht Hilfe

Früher kämpfte er auf dem Platz um Punkte – heute kämpft er um sein Leben! Vor gut einem Jahr bekam Ronnie Honisch, ehemaliger Abwehrspieler des 1. CfR Pforzheim, die schockierende Diagnose: Lungenkrebs – im Endstadium! Die Ärzte hatten wenig Hoffnung.

Sie gaben Honisch noch zwei Jahre zu leben. Für den 39-Jährigen ging die Welt unter, doch er kämpft. Eine besondere Behandlungsmethode soll ihm nun helfen. „Die kann mich allerdings nicht heilen, sondern nur mein Leben etwas verschönern“, sagt Honisch, der dafür aber finanzielle Unterstützung braucht.

Im Verbandsligateam

16 Jahre spielte der Pforzheimer beim FSV Buckenberg, wechselte dann zum VfR Pforzheim und kickte nach der Fusion noch drei Jahre für den CfR. Vorwiegend in der zweiten Mannschaft, doch der robuste Verteidiger kam zusammen mit Kapitän Bruno Martins unter Trainer Rudi Herzog auch zu ein paar Einsätzen in der Verbandsligamannschaft.

Fit war er. Topfit. 2012 trat der gelernte Maler- und Lackierer allerdings etwas kürzer. Im vergangenen Jahr klagte er dann über Atemnot, wenn er daheim in den 5. Stock steigen musste. „Es wurde immer schlimmer“, berichtet er. Beim Arzt ließ er Lunge und Blut untersuchen. Das Blutbild war auffällig. Weitere Tests waren notwendig. Am Herzen gab es den Verdacht auf ein Blutgerinsel. Im Endeffekt waren es Metastasen, der Tumor hatte gestreut. Schock: Lungenkrebs – Stadium 4! Wohl aufgrund einer verschleppten Lungenentzündung, vermuteten die Ärzte.

„Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Ich wollte es nicht wahrhaben. Diese Gefühle kann man nicht erklären. Ein Kumpel hat mir in der schweren Zeit geholfen“, erzählt Honisch, der schon die Jahre zuvor schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste. Seine Mutter war an Brustkrebs erkrankt und überlebte die Chemotherapie nicht, sein älterer Bruder starb nach einem Tauchunfall im Baggersee. „Die letzten drei Jahre waren heftig“ für Honisch, der außer seinem Vater jetzt nur noch seine zwei älteren Schwestern hat. Die Familie wie auch seine Freunde geben ihm in seinem derzeitigen Gesundheitszustand Kraft, Mut und Halt. „Ich kann mich derzeit nicht beklagen, ich kann alles selbstständig machen“, sagt er. Arbeiten aber nicht mehr.

Alle drei Wochen fährt Honisch in eine Heidelberger Klinik und lässt sich mit einer neuen Immuntherapie behandeln. Eine Chemo kam für ihn nicht in Frage – wegen seiner Mutter.

Vor ein paar Monaten lernte Honisch einen Pforzheimer kennen. Dieser hatte einen Tumor und ließ sich in Düsseldorf bei einem Spezialisten erfolgreich behandeln. Honisch nahm Kontakt mit dem Professor auf, fuhr nach Düsseldorf und will sich nun auch einer speziellen Therapie unterziehen. „Der Doc meinte, er kann mir nichts versprechen, doch es werde mir auf alle Fälle besser gehen. Ich würde mehr Lebensqualität haben.“

Jérôme Gondorf: Hilfe für krebskranken Ex-CfR-Spieler

Die nichtschulmedizinische Behandlung, die von der Krankenkasse daher nicht bezahlt wird, hat jedoch ihren Preis. Rund 30.000 Euro. Freunde und Bekannte haben schon angefangen, Spendengelder zu sammeln. Das Ganze läuft über die Stiftung von Uwe Hück, dem Vorsitzenden des FSV Buckenberg, der auch schon bei der erfolgreichen Typisierungsaktion für den 2012 an Leukämie erkrankten Buckenberg Kicker Georg Frank tatkräftig mithalf. Auch prominente Fußballer, die Ronnie Honisch teilweise persönlich kennt, wollen helfen. So rief Jérôme Gondorf von Werder Bremen (ehemals Stuttgarter Kickers) per Videobotschaft zu Spenden auf, Vincenzo Grifo (Gladbach), Serge Gnabry (Hoffenheim) und Berkay Özcan (VfB Stuttgart) haben Trikots mit Originalunterschriften geschickt, die am Wochenende bei einem Charity-Boxkampf von Uwe Hücks Sohn Lam Anh in Mannheim versteigert werden sollen.

Honisch ist es zu wünschen, dass ein großer Betrag zustande kommt und er die Behandlung in Düsseldorf beginnen kann. Drei Wochen wird er dort erstmal verbringen müssen. Drei Wochen, in denen Ronnie Honisch hoffentlich neue Hoffnung schöpfen kann. Im Kampf gegen den Krebs geschehen immer wieder mal Wunder!

Wer für Ronnie Honisch spenden möchte, kann dies auf folgendes Spendenkonto: „Charity-Konto“ Lernstiftung Hück, IBAN DE18 6665 0085 0007 7022 56, Wichtig! Verwendungszweck angeben: Ronnie Honisch und Adresse des Spenders.