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KSC-Trainer Alois Schwartz. 

Erste "Trainer raus"-Rufe im Wildpark: KSC-Präsident fordert Antworten - Schwartz vor Pokalspiel unter Druck

Karlsruhe. Geduldig sind sie lange Zeit gewesen, die Fans des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC. Das 0:2 gegen Holstein Kiel - die vierte Niederlage in Folge - war für einige dann aber doch zu viel: Nach der Partie am Samstagmittag waren erstmals "Trainer raus"-Rufe im Stadionrund zu hören. Der Druck auf Trainer Alois Schwartz nimmt zu.

In der sich zuspitzenden sportlichen Krise des Karlsruher SC erwartet Präsident Ingo Wellenreuther nun Antworten. Während Spieler und Trainer nach der vierten Niederlage in Serie demonstrativ um Ruhe bemüht waren, wurde Wellenreuther deutlich. «Dass wir zweimal Pech hatten, weil der Ball nicht rein ging und ansonsten alles super war, sagen wir im Beirat mit Sicherheit nicht», betonte der 60-Jährige nach dem 0:2 gegen Holstein Kiel. Klar sei, dass etwas verändert werden müsse. «Sonst können wir nicht zuschauen, wie auch die nächsten vier Spiele wieder verloren gehen», warnte er.

Sollte der KSC den Trainer wechseln?
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Angesichts der brisanten Lage beim Fußball-Zweitligisten gewinnt das Pokal-Achtelfinale am Mittwoch (20.45 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken eine zusätzliche Bedeutung. Patzt der KSC auch bei dem Viertliga-Club, dürfte sich der Druck auf Trainer Alois Schwartz nochmals erhöhen - auch wenn Sport-Geschäftsführer Oliver Kreuzer dem Coach nach der Niederlage gegen Kiel den Rücken stärkte. «Wenn ich den Auftritt heute gesehen habe, kann ich nicht sagen, nächste Woche mit einem anderen Trainer läuft das besser. Davon bin ich weit entfernt», sagte Kreuzer, der in Saarbrücken einen Sieg erwartet.

Schwache Zweikampfquote beim KSC - doch Schwartz findet sie "ordentlich"

Aber auch Kreuzer wird aufgefallen sein, wie sich die Aussagen von Präsident, Spielern und Trainer nach der Partie gegen Kiel unterschieden haben. Wellenreuther ärgerte sich besonders über das Blatt mit der statistischen Auswertung. «Es kann nicht sein, dass wir in einem wichtigen Heimspiel mit 45 Prozent gewonnener Zweikämpfe vom Platz gehen», sagte er. «Mir fehlt Mut, mir fehlt Tempo, mir fehlt Entschlossenheit». Schon beim 0:1 gegen Dresden hatte der KSC nur 43 Prozent der Zweikämpfe für sich entschieden.

Doch weder KSC-Trainer Schwartz («Zweikampfrate war ordentlich») noch Verteidiger David Pisot wollten in dieser Sache ein Defizit sehen: «Ich finde, wir haben kämpferisch alles gegeben. Laufbereitschaft und Willen, war alles da», meinte Pisot und reklamierte für sich und seine Mitspieler, ein «streckenweise ein ordentliches Spiel» gemacht zu haben. Dass der KSC den zwei Niederlagen vor der Winterpause nun zwei weitere hat folgen lassen, hält Schwartz für nicht untypisch im Sport. «Die Mannschaft hat zweieinhalb Jahre gut geliefert. Jetzt haben wir einfach einen Hänger.»

Kreuzer erinnerte an seine Zeit als Profi des FC Bayern. Dort habe er gelernt, was in solchen Phasen am wichtigsten sei: «Du musst Ruhe bewahren». Zumindest in dieser Sache sind Kreuzer und der KSC-Präsident einer Meinung. «Wer die Nerven verliert, steigt ab. Da bin ich mir sicher», ist auch Wellenreuther überzeugt.