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Ex-Trainer Winnie Schäfer kritisiert Transferpolitik des Karlsruher SC stark
  • dpa/fal

Karlsruhe. Winfried Schäfer hat die Transferpolitik seines Ex-Clubs Karlsruher SC teils deutlich kritisiert. „Leider wird auch in Karlsruhe seit vielen Jahren weder geduldig noch wirtschaftlich sinnvoll gehandelt. Das fängt bei der Zusammenstellung des Kaders an“, sagte der 70-Jährige am Donnerstag im Interview von spox.com und goal.com. „Wir haben damals viele Eigengewächse hochgezogen, unser Hauptsponsor war der Nachwuchs. Heute werden teilweise Transfers getätigt, bei denen ich nur den Kopf schütteln kann.“

Schäfer hatte den heutigen Fußball-Zweitligisten von 1986 bis 1998 trainiert. Damals betreute er unter anderen Spieler wie Oliver Kahn oder Mehmet Scholl, die vom FC Bayern München abgeworben wurden. „Die Deutsche Bahn hat sich mal bei uns bedankt, weil Uli Hoeneß mit seinem Trainer so oft nach Karlsruhe gekommen ist, um uns unsere Spieler abzuwerben“, erzählte Schäfer.

Die Kritik lässt die Spieler des Fußball-Zweitligisten kalt. Sie sind froh, dass seit Donnerstag – wenn auch stark eingeschränkt – wieder auf dem Platz trainieren dürfen.

KSC-Coach Christian Eichner hatte seine Feldspieler in fünf Vierergruppen eingeteilt, die schon umgezogen im Wildpark eintrafen und nach dem Training zu Hause duschten. Das erste Trainingsquartett beginnt nun immer um 9 Uhr mit einem 30 minütigen Aufwärmprogramm. Während um 9.30 Uhr, 10 Uhr usw. die nächsten Vierergruppen beim Athletiktrainer ihren Arbeitstag beginnen, es folgen stets im halbstündigen Abstand noch fußballspezifische Übungen.

„Das Salz in der Suppe“, sagt Trainer Christian Eichner, „fehlt natürlich noch“, und meint damit vor allem die Zweikämpfe. KSC-Kapitän David Pisot betont aber: „Wir sind alle froh, wieder auf dem Platz und am Ball sein zu können.“ Am Ostermontag um 9 Uhr geht es weiter.