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Zwischen Freude und Frust: Während der FC Eutingen (linkes Bild) mit Torschütze Bilal Yildiz (Zweiter von links mit Kapitänsbinde) den Aufstieg feierte, trauerten die Coschwa-Spieler (rechtes Bild) der verpassten Chance nach.
Eutingen1 © Hennrich
Coschwa Niederlaghe © Hennrich
23.06.2011

FC Eutingen schafft gegen Coschwa Sprung in Kreisliga

Es hat ein bisschen länger gedauert als geplant. Aber das „Nachsitzen“ hat sich für den FC Eutingen gelohnt. Im Entscheidungsspiel der beiden A-Liga-Zweiten zum Aufstieg in die Kreisliga setzte sich das Team von Trainer Hakan Göktürk am Mittwoch in Wilferdingen knapp aber verdient mit 1:0 gegen die Spvgg. Coschwa durch.

Damit feiert der neue Fusionsverein SV Kickers Pforzheim einen Doppelaufstieg. Denn auch der FC Germania Brötzingen hat über die Relegation den Sprung in die Fußball-Landesliga geschafft.

Vor rund 800 Zuschauern im Wilferdinger Buchwaldstadion lagen Freud und Leid nach dem Abpfiff jedenfalls eng beieinander. Zumal in einer spielerisch schwachen Partie am Ende nur die etwas besseren Nerven den Ausschlag gaben.

Dabei wäre der jungen Mannschaft aus Coschwa beinahe ein Start nach Maß geglückt. Aber Torjäger Remo Fosticz zielte auf Vorarbeit von Sturmpartner Massimo Zapf freistehend neben den Kasten. Anschließend war vom Vizemeister der Kreisklasse A2 aber nicht mehr viel zu sehen. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Eutinger das Kommando auf dem Rasen, kamen aber erst kurz vor dem Pausenpfiff zu ihrer ersten Torchance, als Mittelstürmer Bilal Yildiz einen Freistoß an den Pfosten zirkelte.

Hellwach verließ der FC Eutingen auch die Kabine und leitete in der 51. Minute den entscheidenden Angriff ein. Mit einem präzisen Pass hatte Vincenzo Celauro den durchgestarteten Yildiz in Szene gesetzt, der aus fünf Metern Coschwa-Torhüter Mike Rohrer überwand. „Ich habe mich instinktiv dazu entschlossen, in die kurze Ecke zu schießen. Das war genau die richtige Wahl“, freute sich der Torschütze über seinen goldenen Treffer.

Minuten später hätten die Eutinger sogar um ein Haar das 2:0 erzielt. Den Distanzschuss von Lukas Voltin holte Rohrer allerdings mit einer Glanzparade aus dem Eck. Zittern musste das Göktürk-Team nur noch ein einziges Mal, als Coschwa-Spielmacher Jan Kern freigespielt wurde, den Ball aber aus spitzem Winkel neben das Tor setzte. Die allerletzte Gelegenheit vergab Abwehrspieler Robert Hozjan per Kopf unmittelbar vor dem Schlusspfiff.

„Wir waren meilenweit von unserer Bestform entfernt“, ärgerte sich vor allem Coschwa-Trainer Thomas Roller nach der dürftigen Vorstellung seiner Elf mit wenig Torchancen. „Mit Schönspielerei kann man nichts gewinnen. Für den Aufstieg war das absolut zu wenig.“ Und auch sein Gegenüber Hakan Göktürk mochte am liebsten den Mantel des Schweigens über das Duell breiten: „Es war von beiden Seiten kein gutes Spiel. Die Glücklicheren haben gesiegt“, betonte der Trainer, der in der nächsten Saison das Kreisliga-Team des SV Kickers Pforzheim betreuen wird.