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Die Regionalliga  kann kommen: Timo Brenner (links) und Riccardo Di Piazza vom FC Nöttingen freuen sich schon.
Die Regionalliga kann kommen: Timo Brenner (links) und Riccardo Di Piazza vom FC Nöttingen freuen sich schon. © Gössele, PZ-Archiv
22.12.2010

FC Nöttingen: Tür zur Regionalliga steht offen

NÖTTINGEN. Das ist eine nette vorweihnachtliche Überraschung für den FC Nöttingen: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat dieser Tage bekannt gegeben, dass die Zulassungskriterien für den Aufstieg in die Fußball-Regionalliga für eine Übergangsphase gelockert sind, bevor sie im kommenden Jahr komplett neu definiert werden.

Das bedeutet, dass der aktuelle Spitzenreiter der Oberliga Baden-Württemberg im Juni in die Regionalliga Süd aufsteigen könnte – wenn er bis dahin Tabellenführer bleibt und sich damit sportlich qualifiziert. „Die Signale waren schon vorher da. Wir haben damit gerechnet, dass diese Übergangsregelung kommt“, freut sich FCN-Vorstandsvorsitzender Dirk Steidl über die Nachricht aus der DFB-Zentrale.

Nach den bisherigen Vorgaben des DFB hätte es dem FC Nöttingen theoretisch blühen können, dass er im Juni die Meisterschaft in der Oberliga feiert, die Tür zur Regionalliga aber geschlossen bleibt. Denn bisher galt, dass ein Regionalligist eine Stadionkapazität von 5000 Plätzen aufweisen muss, davon 1000 Plätze überdacht. Auch weitere wirtschaftliche und technisch-organisatorische Voraussetzungen sind nur schwer oder gar nicht zu erfüllen, nicht nur für einen Dorfverein vom Zuschnitt des FC Nöttingen.

Aus diesem und vielen anderen Gründen hat der DFB auf seinem Bundestag Ende Oktober eine große Regionalliga-Reform beschlossen. Denn viele Vereine hatten sich über die teilweise überzogenen Anforderungen beschwert. Die Regionalliga wurde zwischenzeitlich Pleiteliga genannt, weil sie etliche Vereine in die Insolvenz getrieben hatte.

Kern der Reform ist, dass die Regionalliga ab der Saison 2012/13 von drei auf fünf Ligen erweitert wird und die Anforderungen an die Vereine reduziert werden. Die Saison 2011/12 wird eine Übergangssaison – mit der beschriebenen Übergangsregelung. Drei der fünf neuen Ligen spielen in den Grenzen ihrer Regionalverbände (Nordosten, Norden und Westen). Der Süden und der Südwesten erhalten zwei Regionalliga-Staffeln. Eine davon umfasst ausschließlich Bayern, die andere Baden-Württemberg, Hessen und den Regionalverband Südwest (Rheinland-Pfalz und Saarland).