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Mit all seiner Routine setzt sich Timo Brenner (vorne) beim 1:0 gegen Grunbachs Pietro Leuzzi durch. 

FC Nöttingen gegen TSV Grunbach: Heißes Pokal-Duell mit sieben Toren

Engelsbrand-Grunbach. Die Zuschauer hatten beste Unterhaltung, die Trainer litten auf der Bank: In der 3. Runde des badischen Fußball-Pokals hat sich Favorit FC Nöttingen beim TSV Grunbach zwar standesgemäß durchgesetzt, tat sich aber über weite Strecken schwer und zitterte sich am Ende in Unterzahl ins Ziel. Am Ende siegte der Oberligist nach abwechslungsreichen 90 Fußballminuten mit 4:3.

„Hauptsache eine Runde weiter. Nur das zählt im Pokal“, sagte FCN-Coach Michael Wittwer. Wirklich zufrieden war er aber nicht damit, was seine Mannschaft angeboten hatte. Jens Wolfinger war auf der Gegenseite über weite Strecken mit der Leistung seiner Landesliga-Truppe einverstanden. „Ärgerlich waren aber die Gegentore, weil wir sie mit einfachen Fehlern begünstigt haben“, analysierte Grunbachs Trainer die Partie, in der Timo Brenner (6.) und Ernesto de Santis (21.) die Gäste scheinbar beruhigend in Führung geschossen hatten, ehe Dominik Salz (34., 37.) mit einem Doppelschlag ausglich. Nach zwei weiteren De Santis-Treffern (38., 46.) schien Nöttingen wieder weg. Doch die Gelb-Rote Karte für Ion-Paul Fratea (47.) und der Anschlusstreffer durch Grunbachs Alan Delic (59.) sorgten für Spannung bis zum Schlusspfiff.

Lars Kuhn (r), Riccardo Di Piazza (l)-1
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Heißes Duell im BFV-Pokal: FCN siegt gegen Grunbach

Frühe Chance, frühes Tor

Die Partie begann mit einer Großchance für Grunbachs Sascha Mörgenthaler (3.) und dem 1:0 für die Gäste (6.), als sich Timo Brenner nach einem Einwurf am Fünfmeterraum mit all seiner Routine und Wucht durchsetzte. Als De Santis dann nach einem langen Ball TSV-Keeper Markus Brasch umkurvte und zum 2:0 für den FCN traf, schien alles seinen Gang zu gehen. Doch mit Dominik Salz hat Grunbach einen Stürmer mit Extra-Qualitäten geholt. Erst traf der Angreifer nach einer Ecke und einem tollen Reflex von FCN-Keeper Andreas Dups bei einem Volleyschuss von Lars Kuhn im Nachsetzen, dann sah die FCN-Abwehr bei einem langen Ball, den Salz verwertete, schlecht aus.

„Die nächsten Gegentore fielen dann ungünstig vor und nach der Pause“, ärgerte sich Grunbachs Doppeltorschütze darüber, dass das 2:2 nicht lange Bestand hatte. Weil aber Fratea sich ungeschickt die zweite Gelbe Karte holte und mit Alan Delic auch der zweite Grunbacher Neuzugang vom CfR traf, blieb es hochspannend. Die Partie wurde nun immer emotionaler. Aber in Unterzahl verteidigten die Nöttinger Grunbachs überfallartige Konter fast besser, als sie es zuvor mit elf Mann getan hatten.

„Einige waren heute vogelwild unterwegs“, ärgerte sich FCN-Coach Michael Wittwer nach dem Schlusspfiff. „Wir hatten heute viele Chancen, aber wir haben dem Gegner mit unseren Fehlern halt auch viele Chancen ermöglicht.“

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