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Der Kameruner Franck Kom (rechts) spielt bald im KSC-Dress.  dpa
Der Kameruner Franck Kom (rechts) spielt bald im KSC-Dress. dpa
16.06.2016

Franck Kom kommt zum KSC

Karlsruhe. Eine Baustelle ist so gut wie geschlossen beim Karlsruher SC. Die im zentralen, defensiven Mittelfeld. In Tunesien wurden die Badener fündig. Für 800 000 Euro Ablöse soll der 24 Jahre alte Franck Kom vom aktuellen Meister Étoile du Sahel in den Wildpark wechseln. Sportdirektor Jens Todt (46) bestätigt: „Franck Kom war schon beim Medizincheck in Karlsruhe, alles ist okay.“

Kom ist trotz seiner erst 24 Jahre sehr erfahren, hat zehn Länderspiele und ist Stammkraft in Kameruns Nationalelf. „Er ist ein sehr aggressiver Sechser“, so Todt, der auf Kom durch einen Tipp seines Ex-Trainers beim SC Freiburg, Volker Finke (68), aufmerksam wurde. Finke kennt Kom aus seiner Zeit als Nationaltrainer Kameruns – und ist voll des Lobes.

Doch unterschrieben ist noch nichts. Zum einen: Weil Kom sofort nach dem Medizincheck zurück nach Tunesien flog, um noch ein wichtiges Pokalspiel für seinen Club zu absolvieren. Zum anderen: „Wir müssen noch Details mit seinem Verein klären“, so Todt, der dabei an die Ausstiegsklausel, die Kom hat, denkt. Aber das sei „kein größeres Problem.“ Todt ist zuversichtlich, „dass wir Ende der Woche alles in trockenen Tüchern haben.“ Dann soll Kom beim KSC einen Dreijahresvertrag signieren.

KSC-Trainer Tomas Oral muss unterdessen in der Vorbereitung auf die neue Saison phasenweise auf einige seiner Spieler verzichten. Matthias Bader, der heute seinen 19. Geburtstag feiert, und Marvin Mehlem (18) gehören dem vorläufigen, 23-köpfigen Aufgebot von DFB-Trainer Guido Streichsbier für die U19-EM an, die vom 11. bis 24. Juli in Baden-Württemberg stattfindet. Streichsbier absolviert mit seinen EM-Kandidaten vom 28. Juni bis 5. Juli ein Trainingslager in Schladming.

Außerdem liegt dem KSC eine Anfrage des DFB für Grischa Prömel (21) vor. U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch, der auch für die DFB-Olympiamannschaft (U23 plus drei ältere Spieler) verantwortlich ist, hat den Mittelfeldspieler für eine Teilnahme am olympischen Fußballturnier in Rio de Janeiro (4. bis 20. August) ins Auge gefasst. pp/ fal