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Und dann die Hände zum Himmel: Die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern haben mit ihren Trainern Rouven Rössler (hinten links) und Christian Hergenröther (davor) sowie allen Betreuern den Gewinn des ersten deutschen Meistertitels für den Verein ausgelassen gefeiert. Foto: Hennrich
Enorm viel Zug zum Korb hatte Amber Orrange im dritten Finalspiel. Foto: Hennrich
Sichtlich gerührt war Stina Barnert bei der Verabschiedung durch Dirk Steidl. Foto: Hennrich
Auch dieser Trommler an der Bande gab im dritten Finalspiel alles für Kelterns Basketballerinnen. Foto: Hennrich
So richtig fassen konnte Trainer Christian Hergenröther den Titelgewinn zunächst nicht. Foto: Hennrich
01.05.2018

Galaktischer Triumph: Rutronik Stars sind deutscher Basketball-Meister

Keltern-Dietlingen. Johlende Fans, kreischende Kinder und Teenager, Spielerinnen die sich innig herzten, erwachsene Männer, die sich verstohlen Tränen aus den Augenwinkeln wischten: Die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern haben den ersten deutschen Meistertitel der Vereinsgeschichte enthusiastisch gefeiert.

Nach dem 64:55 (48:41) gegen den Seriensieger TSV Wasserburg wurde die Speiterling-Sporthalle in Dietlingen am Dienstagnachmittag zum Tollhaus. 500 Fans machten Stimmung und Lärm für 5000. Die Finalserie war bereits nach drei Spielen entschieden. Damit hatte niemand gerechnet.

Bildergalerie: Rutronik Stars Keltern sind deutscher Meister im Basketball

Es war die wohl schönste Fehleinschätzung in der jüngeren Vereinsgeschichte, als die Verantwortlichen aus Keltern nach dem Sieg im ersten Spiel unisono von einer „langen Serie“ gesprochen hatten. „Dass wir so dominieren, hätte ich nie gedacht“, sagte Christian Hergenröther. Der Trainer war der Motor des Erfolges. Schon als die Schlussminute lief, lag er sich mit seinem Co-Trainer Rouven Rössler in den Armen. Rössler war in diesem Moment – gut sichtbar – ganz nah am Wasser gebaut. Auch den ehemaligen Nationalspieler übermannten die Gefühle.

Es war ein emotionaler Tag für alle. Auch bei Stina Barnert flossen Tränen. Die Kapitänin von Keltern hat mit dem dritten Finalspiel zugleich ihre Karriere beendet. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass wir hier nach zwei Jahren den Titel feiern. Wir hatten einfach den größeren Kampfgeist“, analysierte sie anschließend.

Tatsächlich waren es drei hart umkämpfte Partien. Am Ende gab Kelterns starke Defensivleistung den Ausschlag. Und die bessere Teamleistung. Während bei Keltern „jede Spielerin ihre Akzente gesetzt hat“, wie es Hergenröther treffend sagte, litt Wasserburg darunter, dass Monique Reid und Rebecca Tobin am Dienstag erneut exzellent verteidigt wurden. Wasserburgs Top-Duo kam auf ganze zwölf Punkte.

Das ganze Finaldrama im dritten Spiel in vier Vierteln:

1. Viertel: Die Sterne führten durch Amber Orrange und Mailis Pokk schnell 6:2 und 11:5. Auf beiden Seiten wurde in der Abwehr extrem intensiv gearbeitet. Keltern beendete das Viertel mit einer 17:11-Führung. Einziger Wermutstropfen: Orrange hatte nach zehn Minuten bereits drei Fouls auf der Anzeigentafel stehen.

2. Viertel: Wasserburg startete entschlossen und drehte durch Reid und die starke Haiden Palmer die Partie zum 18:21. Bei den Gästen fielen nun die Dreier, die Gastgeberinnen taten sich aus der Distanz schwer, kämpften aber unter dem Korb wie die Löwinnen um jeden Ball und wurden belohnt, als Romina Ciappina einen Dreier in die Reuse hämmerte und Keltern einen 33:28-Pausenführung bescherte.

3. Viertel: Nach der Pause erwischten die Sterne einen starken Start und zogen auf 42:28 davon – die höchste Führung der Partie. Doch Wasserburg gab sich so einfach nicht geschlagen geben, kämpfte sich auf 45:39 heran. Dank eines Dreiers von Marina Markovic ging Keltern mit einer 48:41-Führung in die letzten zehn Spielminuten.

4. Viertel: Als Wasserburg beim 55:53 auf zwei Punkte dran war, stand der Titelgewinn auf der Kippe. Doch Pokk und Orrange brachten Keltern vorentscheidend weg und ließen die Halle toben.

Mit 29 Punkten war Amber Orrange die überragende Spielerin der Partie, gab die Komplimente aber postwendend weiter: „Wir haben großartig in der Abwehr gespielt. Und wir haben immer zusammengehalten.“ Stina Barnert gelangen wichtige Ballgewinne. Jasmin Thomas hatte offensiv keinen so guten Tag, sie pflückte aber insgesamt neun Rebounds – eine starke Nummer für ihre Körpergröße. Beste Rebounderin Kelterns an diesem Tag war aber Lina Pikciute (12).

helmut
02.05.2018
Galaktischer Triumph: Rutronik Stars sind deutscher Basketball-Meister

Schön dass es noch Sponsoren gibt die ihr Geld in ihr Hobby investieren und damit noch viel Werbung für ihr Unternehmen machen. Vom ursprünglichen Vereinssport ist nicht mehr viel übrig geblieben. Amateurvereine sind chancenlos. Die Unternehmen schlagen 2 Fliegen mit einer Klappe. Werbung und Steuerersparnis. Rutronik ist vom Ein-Mann-Unternehmen zum drittgrößten Distributor für elektronische Bauteile in Europa und zur Nummer zehn weltweit gewachsen. Mehr als 1.600 Mitarbeiter ...... mehr...

OB-Kandidat
02.05.2018
Galaktischer Triumph: Rutronik Stars sind deutscher Basketball-Meister

[QUOTE=helmut;300071] Ein Mini Amazon.[/QUOTE] Genau. Deshalb baut Rudel auch genau neben Amazon ein riesiges Auslieferungslager hin. mehr...