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16.06.2010

Glatter Freispruch für den TVP

Alles andere als reibungslos war die Regionalliga-Saison für Pforzheims Rugby-Team verlaufen. Das Spiel beim SC Neuenheim war beim Stande von 10:5 abgebrochen worden, nachdem Spieler mit den Fäusten aufeinander losgegangen waren. Den Pforzheimern drohte ein dickes Ende. Der Schiedsrichter und das Gericht des Rugbyverbandes Baden-Württemberg (RBW) sahen die Schuld beim TVP.

Drei Spieler wurden für sechs Begegnungen (praktisch die komplette Rückrunde) gesperrt, auch die Strafzahlungen waren nicht unerheblich. Ein Video-Mitschnitt der Partie – Konkurrent Heidelberger TV hatte das Spiel und damit auch die Schlägerei gefilmt – wurde als Beweismittel nicht zugelassen.

Das war zum Glück für den TVP in der nächsten Instanz vor dem Gericht des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) anders. Die Richter dort sahen den Film und erkannten, dass die Aggression von Neuenheim ausgegangen war. Ein Spieler der Heidelberger Vorstädter hatte sich mit massiven Tret-Attacken hervorgetan. Die Pforzheimer wurden freigesprochen. Zum Wiederholungsspiel trat Neuenheim dann übrigens ebenso wenig an wie zum regulären Rückspiel in Pforzheim. Mal war man mit der Schiedsrichteransetzung nicht einverstanden, mal nannte man Spielermangel als Grund.ok