Gute Nachrichten aus Dietlingen: Moritz Bosch geht es wieder besser. Der Kapitän des 1. FC Dietlingen war am Sonntag im Heimspiel gegen die Spvgg Coschwa zusammengebrochen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Am Abend konnte der 27-Jährige die Klinik allerdings wieder verlassen.
Es lief die 60. Spielminute im Kreisliga-Kellerduell zwischen Dietlingen und Coschwa, als Moritz Bosch auf die Trainerbank zutorkelte. „Mir war auf einmal schlecht und ich habe nur noch verschwommen gesehen. Außerdem bekam ich schlecht Luft“, erinnert sich der Dietlinger Spielführer, der an der Außenlinie dann zusammenbrach.
Der Schock war groß, das Schlimmste wurde befürchtet. Doch Spieler, Trainer und auch das Schiedsrichtergespann Raphael Kastner, Jörg Augenstein und Philipp Hofheinz handelten schnell und brachten Bosch in die stabile Seitenlage. Nach zehn Minuten traf der Notarzt ein. Im Siloah Klinikum wurde Bosch eine Infusion gelegt und ein EKG gemacht. Dann die Entwarnung. „Die Ärzte meinten, mit meinem Herzen sei alles okay, ich hätte nur einen Kreislaufkollaps gehabt, vermutlich weil ich zu wenig getrunken habe“, so Bosch.
Am Sonntagabend um 21 Uhr durfte er wieder die Klinik verlassen. Am Montag fühlte er sich noch schlapp, am Dienstag „normal“, Mittwoch will er wieder zur Arbeit gehen.
Rückblickend meint Bosch: „Im ersten Moment gehen einem auf dem Platz so viele Dinge durch den Kopf, vermutlich habe ich aus Panik dann hyperventiliert, so dass ich keine Luft mehr bekommen habe.“
Bosch ist froh, dass es im Endeffekt nichts Schlimmes war: „Herzlichen Dank auch an alle Leute, die mir sofort geholfen haben“, sagte er am Dienstag im Gespräch mit der PZ.
Die Partie wurde nach dem Vorfall abgebrochen. „Es war nie ein Thema, dass wir das Spiel fortsetzen müssen“, sagt der an diesem Tag als Assistent im Einsatz gewesene Jörg Augenstein. „Die Gesundheit steht über allem.“ Alle hätten sich sehr vorbildlich verhalten. Auch die Gästemannschaft. „Bei ihnen und auch beim Schiedsrichtergespann müssen wir uns bedanken“, sagt Dietlingens Spielleiter Andreas Ziegler. Coschwa führte in der 60. Minute mit 1:0. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Partie neu angesetzt.
Dann hoffentlich mit einem fitten Moritz Bosch. Am Donnerstag will er schon wieder mit leichtem Lauftraining beginnen. „Die Mannschaft braucht mich“, sagt er, „wir haben doch so viele Verletzte.“

Der Schock war groß, als Moritz Bosch vom 1. FC Dietlingen (rechts) am Sonntag im Heimspiel gegen die Spvgg Coschwa auf dem Spielfeld kollabierte. Im Krankenhaus gab es wenig später Entwarnung: „nur“ ein Kreislaufkollaps. Mittlerweile hat sich der Kapitän erholt. Das Foto zeigt eine Szene aus dem Spiel gegen Fatihspor
BeckerGroßes Aufatmen: Dietlinger Fußballer geht es nach Zusammenbruch auf Spielfeld wieder besser
- Dominique Jahn
