Freuen sich über die Einbürgerung von Khrystyna Moshenska: von links Sedanur Kara (Sachgebietsleiterin Staatsangehörigkeit), Erster Bürgermeister Dirk Büscher, das Tanzpaar Khrystyna Moshenska und Marius-Andrei Balan, Präsident Bernd Roßnagel und Vize-Präsident Christoph Buttweiler (beide vom Schwarz-Weiss Club Pforzheim). Foto: Meyer
Sport
Grundstein für nächsten Traum von WM-Titel: Tänzerin Khrystyna Moshenska eingebürgert
  • Marius Gschwendtner

Pforzheim. Nur wenige Wochen nach dem Weltmeistertitel hält Tänzerin Khrystyna Moshenska eine weitere Urkunde in der Hand: die deutsche Einbürgerungsurkunde. Seit exakt sieben Jahren lebt die gebürtige Ukrainerin in Pforzheim, einen Tag vor Heilig Abend bekam sie vom Ersten Bürgermeister Dirk Büscher die Einbürgerung überreicht.

Die Profi-Tänzerin ist überglücklich, endlich deutsche Staatsbürgerin zu sein. Insbesondere, da der Start bei den World Games im kommenden Jahr im amerikanischen Birmingham greifbarer geworden ist. Voraussetzung für die Teilnahme an den Spielen für nicht-olympische Sportarten ist, dass beide Tanzpartner dieselbe Staatsbürgerschaft besitzen. Khrystyna Moshenskas Tanzpartner Marius-Andrei Balan hat bereits seit 2012 den deutschen Pass. „Die World Games sind mein größter Traum, dass es jetzt möglich ist, macht mich unglaublich glücklich“, erzählt Moshenska. Für die Teilnahme müssen die Lateinamerika Speziallisten aber noch die Qualifikation im nächsten Jahr erfolgreich meistern.

Auch der Präsident von Schwarz-Weiss Club Pforzheim, dem Verein von Moshenska und Balan, Bernd Roßnagel strahlt bei dem Gedanken sein Pforzheimer Tanzpaar bei den World Games auftreten zu sehen. „Wir sind natürlich unglaublich stolz und froh das es endlich geklappt hat. Die Einbürgerung war eine Gemeinschaftsaufgabe des ganzen Präsidiums, welches sich über ein Jahr erstreckt hat“, berichtet Roßnagel. Vor allem die Niederlegung der ukrainischen Staatsbürgerschaft erwies sich als aufwendig und langwierig.

Der Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft, bringt für die vielreisende Tänzerin nicht nur formelle Vorteile bei Einreisen und Aufenthalten, welcher ihr vorheriger ukrainischer Pass ihr nicht ermöglichte. Sondern verstärkt zudem auch ihre Verbundenheit zu Deutschland, wie Khrystyna Moshenska der PZ verrät: „Wenn wir viel unterwegs waren und wieder nach Pforzheim kommen, dann fühlt es sich einfach schön an wieder in der Heimat zu sein. Deutschland ist mein Vaterland.“

Themen