Schwächephasen der TG 88 (am Ball Laura Friedrich) verhinderten wieder ein besseres Ergebnis. Foto: Ripberger
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Handball: Kollektiver Aussetzer im zweiten Durchgang der TG 88 Pforzheim

Pforzheim. Bei den Drittliga-Handballerinnen der TG 88 Pforzheim ist man derzeit mit Kleinigkeiten zufrieden. So freute sich Trainer Henning Rupf, dass die Niederlage gegen den Tabellenzweiten TSV Wolfschlugen nicht ganz so deutlich ausfiel, wie die Ergebnisse zuvor. Auf die Leistung, die sein Team bei der 24:30-Pleite am Samstag gezeigt habe, lasse sich aufbauen, findet Rupf.

Es war ein kollektiver Blackout, dass die TG 88 ein besseres Ergebnis kostete. Anfang der zweiten Halbzeit machte Wolfschlugen aus einer 12:10-Führung einen Zwölf-Tore-Vorsprung (28:16/ 51.).

Der Start war da schon eher nach Geschmack der Pforzheimerinnen, die sich zu Beginn eine 4:1-Führung erarbeiteten. „Wir sind echt gut in das Spiel reingekommen, hatten viele Ballgewinne und haben im Angriff gute Lösungen gefunden“, sagt Rupf. Konsequent hätte die TG 88 die Abschlüsse gesucht, so der Pforzheimer Trainer weiter.

Gern hätten die Gastgerberinnen den Vorsprung gehalten. Doch ganz so schnell gab sich Wolfschlugen nicht auf. Der Aufsteiger kam immer besser ins Spiel. Durch viele Konter und starke Außenspielerinnen holten der TSV auf und übernahm beim 7:6 in der 20. Minute die Führung. „Das ist eine sehr abgezockte Mannschaft“, zollt Rupf den Gegnerinnen Respekt. Doch auch seine Spielerinnen steckten nicht auf und hatten durch Torhüterin Claire Bäcker einen sicheren Rückhalt. Und so war der Rückstand der TG 88 zur Pause mit 10:12 gering.

Nach dem Seitenwechsel ging dann bei den Pforzheimerinnen alles schief, was schiefgehen konnte. Wolfschlugen stellte die Abwehr um und die TG 88 damit vor große Probleme. Auch in der Defensive verlor das Team von Henning Rupf den Faden. Erst nach etwa 15 Minuten hatte sich Pforzheim wieder sortiert.

Nun bekam die Abwehr wieder mehr Zugriff. Vorne übernahm vor allem die 16-jährige Kristin Kurz immer mehr Verantwortung und steuerte wichtige Tore bei. Aus dem – wie Rupf sagte – „katastrophalen Zwischenstand“ von 16:28 machte die TG 88 ein 24:30. „Insgesamt bin ich zufrieden, das war ein Schritt in die richtige Richtung“, bilanzierte Henning Rupf.

TG 88 Pforzheim: Bäcker, Scheid – Spengler (2), Kurz (5), Maschek (1), Dohe (2), Friedrich (7/5), Vlahovic (5/2), Spieth, Kraus (1), Sigloch, Ast (1), Kurstak.

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