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Beim Unentschieden in Zweibrücken fehlten dem Team von Trainer Andrej Klimovets in vielen Situationen die richtigen Lösungen.  Foto: PZ-Archiv/Ripberger 

Handball: TGS Pforzheim mit viel Ärger und Tumult bei VTZ Saarpfalz

Zweibrücken. Nur einen Punkt statt des erhofften Sieges brachten die Handballer der TGS Pforzheim von ihrem Gastspiel in der 3. Liga bei der VTZ Saarpfalz in Zweibrücken mit. Dabei reklamierten die Goldstädter mit der Schlusssirene vergeblich einen Siebenmeter.

Nur daran wollte TGS-Abteilungsleiter den verpassten Erfolg aber nicht festmachen. Er vermisste Ideen, Mut und Selbstvertrauen. „Wir hatten keinen Plan B gegen die offensive Deckung und auch nicht gegen die mutigen Rückraumkanoniere der Saarpfälzer. Wir müssen aus solchen Spielen unbedingt lernen“, ärgerte sich Taafel.

Dabei kontrollierte Pforzheim die Partie zunächst und kam durch Linksaußen Fabian Dykta immer wieder zu Toren, die Gastgeber hielten mit mutigen Schlagwürfen gegen eine wenig sattelfeste Gästeabwehr dagegen. Von einer 13:9-Führung rettete die TGS noch zwei Treffer in die Pause (14:12). Dann aber deckten die Saarpfälzer immer offensiver, verfolgten Florian Taafel, der trotz Fingerverletzung spielen konnte, und Maris Versakovs teilweise bis an die Mittellinie. Diese Taktik genügte, um das Spiel zu drehen. 20:17 führte die VTZ, als ein Ruck durch die Pforzheimer Mannschaft ging. Marco Kikillus glich zum 20:20 aus und als Patrick Zweigner zur 27:25-Führung ins leere Tor traf, schien zumindest der Sieg gesichert. Doch der ehemalige Zweitligaspieler Tom Paetow in den Reihen der Gastgeber durfte trotz seiner bekannten Qualitäten zum 27:27 ausgleichen.

Danach wurde es hektisch. Jonathan Binder warf nach Paetows Treffer den Ball umgehend zum Anspielkreis, dort behinderten Spieler von Saarpfalz die Ausführung des Anspiels, was in den letzten 120 Spielsekunden nach dem Regelwerk eine Rote Karte und einen Siebenmeter für die TGS bedeutet hätte. In einem tumultartig agierenden Umfeld mit Attacken von Offiziellen gegen Pforzheimer Spieler ließen sich die Unparteiischen vom Kampfgericht überzeugen, dass die offizielle Spielzeit abgelaufen war, obwohl die Pforzheimer Stein auf Bein schwören, dass noch zwei Sekunden auf der Spieluhr waren.