Pforzheim. Der Sieg der SG Pforzheim/Eutingen beim TSB Horkheim war eminent wichtig, weil die Eutinger damit ihr Punktekonto in den positiven Bereich (7:5) stellen konnten. Noch wichtiger ist aber, dass der Sieg Julian Broschwitz und seinen Mitstreitern aufgezeigt hat: man kann auch auswärts und sogar bei einem Drittliga-Gegner aus der Beletage gewinnen. Der Erfolg bei den Heilbronnern gewinnt aber erst dann richtig an Wert, wenn die Schützlinge von Trainer Alexander Lipps am Samstag (20 Uhr, Bertha-Benz-Halle) auch die Hausaufgabe gegen die SG Oftersheim/Schwetzingen für sich entscheiden.
Wichtig wäre es ohne Frage, um damit etwas Abstand zu der heißen Zone der Tabelle, den Plätzen sieben bis zwölf, zu gewinnen. Denn wer am Ende einen dieser Ränge belegt, muss in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen. Die SG Pforzheim/Eutingen steht derzeit auf Platz sechs, Oftersheim/Schwetzingen auf Rang elf.
Es wird ungemütlich
Von einem „Pflichtsieg“ will Alexander Lipps allerdings bei der Ausgeglichenheit der Mannschaften überhaupt nichts hören. „Wenn man sieht, dass Leutershausen in Dansenberg gewinnt und die Woche darauf der SV Zweibrücken die gleichen Leutershausener klar besiegt nach Hause schickt – in dieser Liga kann jeder wirklich jeden schlagen“, so Lipps. Dass man am Samstag erneut Heimstärke demonstrieren und gewinnen will, steht außer Frage, dass es aber richtig happig und ungemütlich werden kann, vermutet Lipps auch schon deshalb, weil er weiß, dass die Kurpfälzer bei ihren bisherigen Auswärtsspielen in Zweibrücken und Friesenheim ganz knapp vor etwas Zählbarem standen. Beide Partien verlor Oftersheim/Schwetzingen mit 26:28. Beim Remis in Saarlouis lag man fünf Minuten vor dem Abpfiff sogar mit vier Treffern vorne.
Von den häufigen Vergleichen mit den Jugendteams beider Clubs kennt Lipps ein Großteil der gegnerischen Mannschaft. Ihm blieb auch nicht unbemerkt, dass es seit der Rückkehr des lange verletzten Florian Burmeister bei den Kurpfälzern wieder sukzessive aufwärtsgeht. Auch die Erwartung, dass der gegnerische Coach Frank Schmitt über weite Strecken der Partie den Torwart wieder für einen siebten Feldspieler eintauscht, ist Alexander Lipps nicht fremd.
Schöttle fällt weiter aus
Nach der Vorstellung in Horkheim gibt es für die Eutinger nicht viel Grund im Kader zu wechseln. Vielleicht bekommt Jonas Beyer, der in der „Zweiten“ zuletzt ein Dutzend Bälle im gegnerischen Gehäuse versenkt hat, eine Chance. Leon Gerstner, der in Horkheim mit Treffer Nummer 28 den Schlusspunkt setzte, dürfte wohl auch wieder zu den Gesetzten zählen. Fehlen wird hingegen Nico Schöttle, der weiter verletzt ausfällt.

