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Taktikfuchs und Sympathieträger: Sterne-Coach Christian Hergenröther hat einen sehr guten Draht zu seinen Spielerinnen. PZ-Archiv, J. Müller
Taktikfuchs und Sympathieträger: Sterne-Coach Christian Hergenröther hat einen sehr guten Draht zu seinen Spielerinnen. PZ-Archiv, J. Müller
02.02.2017

Hergenröther bleibt bei den Kelterner Sternen an Bord

Die Rutronik Stars Keltern haben eine der wichtigsten Weichen für die kommende Saison gestellt. Christian Hergenröther bleibt Cheftrainer beim derzeitigen Spitzenreiter der Frauen-Basketball-Bundesliga. Sein Vertrag wurde um ein weiteres Jahr verlängert. „Wir sind sehr zufrieden mit ihm und seiner Arbeit. Wir freuen uns, den eingeschlagenen Weg mit ihm weitergehen zu können“, sagt Sterne-Manager Dirk Steidl.

„Sportlich wie auch menschlich passt es in Keltern. Ich will weiter das Projekt, uns von Jahr zu Jahr zu verbessern, vorantreiben. Als Trainer ist das eine spannende Geschichte“, meint Christian Hergenröther.

Zu Beginn der Saison 2014/15 kam er als Co-Trainer von Peter Kortmann aus Ludwigsburg nach Keltern. Nach der Trennung von Kortmann Ende Januar 2015 übernahm er das Kommando bei den Sternen und führte die Mannschaft zur Meisterschaft in der 2. DBBL Süd und somit zum Aufstieg in die erste Bundesliga. Hier schaffte es der Coach mit seinem Team bis ins Play-off-Viertelfinale im DBBL-Pokal musste man sich erst im Finale dem TSV Wasserburg beugen. Hergenröther formte auch für diese Saison ein Spitzenteam. Sensationell schaffte man es bis ins Achtelfinale des EuroCups, im Pokal sowie in der Meisterschaft greifen die Sterne noch nach den Sternen.

Was zeichnet Hergenröther aus? Dirk Steidl: „Seine Besessenheit, stets etwas verbessern zu wollen. Seine Mitarbeit, er ist sich für nichts zu schade und packt mit an. Ebenso ist er in vielen Dingen für alle ein Vorbild.“

Dabei hätte Hergenröther nach seinem Studium an der Filmakademie in Ludwigsburg fast einen anderen Weg eingeschlagen. Der kreative Kopf war drauf und dran, in die Filmbranche einzusteigen und wurde als Produzent auch schon in Cannes mit zwei Preisen ausgezeichnet. „Der Basketball hat mich dann aber doch mehr fasziniert“, erklärt der 30-Jährige seinen Wechsel zum Sport – und hier gibt er alles.

Auch am morgigen Samstag wieder, wenn um 19.00 Uhr das Heimspiel gegen den Tabellensechsten TK Hannover ansteht. Ohne die verletzte Marina Markovic gilt es für die Sterne dagegenzuhalten. „Hannover spielt sehr hart und körperbetont, da muss man bereit sein, den Kampf anzunehmen“, weiß Hergenröther.