Ispringen. Sorgenfalten auf der Stirn von Bernd Reichenbach waren diesmal keine zu sehen. Alles in allem erlebte der Trainer der Ispringer Bundesliga-Ringer einen geruhsamen Abend in der Festsporthalle. Dafür sorgten seine Schützlinge mit dem klaren 14:8-Heimsieg gegen den KSV Köllerbach. „Wir haben einen Konkurrenten im Kampf um die Endrundenplätze auf Abstand gehalten“, brachte es der Ispringer Vereinschef Werner Koch auf den Punkt. Mit 8:4 Zählern rangiert das Kämpfelbacher Team weiter aussichtsreich auf Tabellenplatz vier.
Den Grundstein für den Erfolg über die Saarländer legte der Ispringer Neuzugang Otari Gogava. Bei seiner Saisonpremiere in der Freistil-Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm demonstrierte der Georgier eindrucksvoll seine Qualitäten. Im zähen taktischen Duell mit dem Köllerbacher Bulgaren Andrei Dukov setzte sich Gogava souverän mit 4:1-Mattenpunkten (2:0) durch.
Ein ähnliches Kunststück gelang Ibrahim Fallacara (61 Kilo, Griechisch-Römisch), der seinen Widersacher Dennis Decker immer wieder mit Kontern ausmanövrierte und einen 6:2-Punktsieg (2:0) feierte.
Eine hohe Wertung für die Gastgeber fuhr auch der Pole Radoslaw Baran in der 98er-Freistilklasse ein. Dabei machte er dem starken Köllerbacher Gennadij Cudinovic vor allem mit Beinangriffen das Leben schwer und siegte überlegen mit 12:2-Mattenpunkten (3:0). „Radek hat seine Stärken voll ausgespielt und aufs Tempo gedrückt“, freute sich Bernd Reichenbach. Die Siegerfaust ballte der Ispringer Coach auch beim Auftritt des Schweden Zakarias Berg (86 Kilo/Griechisch-Römisch), der seinem Kontrahenten Jan Fischer unter anderem durch einen Klammergriff am Boden den Zahn zog und mit 4:1 (2:0) triumphierte.
Ein großes Kämpferherz bewies zudem David Habat (66 Kilo/Freistil) im Duell mit dem bulgarischen Olympiateilnehmer Vladimir Dubov. Zweimal lag der US-Amerikaner mit 0:2 beziehungsweise 2:4 hinten, schaffte per Beinangriff aber noch den 4:4-Ausgleich und holte einen Punkt aufgrund der zuletzt erzielten Wertung.
Schon zur Halbzeit nach fünf Kämpfen hatten die Ispringer komfortabel mit 8:1 in Führung gelegen und boten auch im zweiten Abschnitt nur wenig Angriffsfläche. Einziger Schönheitsfehler war eine Viererwertung gegen Michael Kaufmehl in der 86er-Freistilklasse. Kaufmehl, vor dem Mattengang von einem starken Migräne-Anfall geschüttelt, verletzte sich zu allem Übel noch gegen Andrij Shyyka am Fußgelenk und musste aufgeben. Weil der KSV Köllerbach die 75er-Freistilklasse jedoch unbesetzt gelassen hatte, flossen ebenfalls vier Zähler kampflos an die Ispringer zurück. Die drei knappen Niederlagen im griechisch-römischen Stil von Muhammed Yasin Yeter (66 Kilo: 1:2/0:1 gegen Marc-Antonio von Tugginer), Johan Euren (130 Kilo: 0:2/0:1 gegen Heiki Nabi) und Fabian Fritz (75 Kilo: 3:8/0:2 gegen Timo Badusch) waren nur noch Randnotizen.

