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Bei seinem Debüt für den KSV Ispringen hatte Neuzugang Otari Gogava (rechts) seinen Köllerbacher Gegner Andrei Dukov im Griff. Foto: Hennrich
Bei seinem Debüt für den KSV Ispringen hatte Neuzugang Otari Gogava (rechts) seinen Köllerbacher Gegner Andrei Dukov im Griff. Foto: Hennrich
30.10.2016

Ispringer Ringer halten Konkurrent KSV Köllerbachauf Abstand

Ispringen. Sorgenfalten auf der Stirn von Bernd Reichenbach waren diesmal keine zu sehen. Alles in allem erlebte der Trainer der Ispringer Bundesliga-Ringer einen geruhsamen Abend in der Festsporthalle. Dafür sorgten seine Schützlinge mit dem klaren 14:8-Heimsieg gegen den KSV Köllerbach. „Wir haben einen Konkurrenten im Kampf um die Endrundenplätze auf Abstand gehalten“, brachte es der Ispringer Vereinschef Werner Koch auf den Punkt. Mit 8:4 Zählern rangiert das Kämpfelbacher Team weiter aussichtsreich auf Tabellenplatz vier.

Den Grundstein für den Erfolg über die Saarländer legte der Ispringer Neuzugang Otari Gogava. Bei seiner Saisonpremiere in der Freistil-Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm demonstrierte der Georgier eindrucksvoll seine Qualitäten. Im zähen taktischen Duell mit dem Köllerbacher Bulgaren Andrei Dukov setzte sich Gogava souverän mit 4:1-Mattenpunkten (2:0) durch.

Ein ähnliches Kunststück gelang Ibrahim Fallacara (61 Kilo, Griechisch-Römisch), der seinen Widersacher Dennis Decker immer wieder mit Kontern ausmanövrierte und einen 6:2-Punktsieg (2:0) feierte.

Eine hohe Wertung für die Gastgeber fuhr auch der Pole Radoslaw Baran in der 98er-Freistilklasse ein. Dabei machte er dem starken Köllerbacher Gennadij Cudinovic vor allem mit Beinangriffen das Leben schwer und siegte überlegen mit 12:2-Mattenpunkten (3:0). „Radek hat seine Stärken voll ausgespielt und aufs Tempo gedrückt“, freute sich Bernd Reichenbach. Die Siegerfaust ballte der Ispringer Coach auch beim Auftritt des Schweden Zakarias Berg (86 Kilo/Griechisch-Römisch), der seinem Kontrahenten Jan Fischer unter anderem durch einen Klammergriff am Boden den Zahn zog und mit 4:1 (2:0) triumphierte.

Ein großes Kämpferherz bewies zudem David Habat (66 Kilo/Freistil) im Duell mit dem bulgarischen Olympiateilnehmer Vladimir Dubov. Zweimal lag der US-Amerikaner mit 0:2 beziehungsweise 2:4 hinten, schaffte per Beinangriff aber noch den 4:4-Ausgleich und holte einen Punkt aufgrund der zuletzt erzielten Wertung.

Schon zur Halbzeit nach fünf Kämpfen hatten die Ispringer komfortabel mit 8:1 in Führung gelegen und boten auch im zweiten Abschnitt nur wenig Angriffsfläche. Einziger Schönheitsfehler war eine Viererwertung gegen Michael Kaufmehl in der 86er-Freistilklasse. Kaufmehl, vor dem Mattengang von einem starken Migräne-Anfall geschüttelt, verletzte sich zu allem Übel noch gegen Andrij Shyyka am Fußgelenk und musste aufgeben. Weil der KSV Köllerbach die 75er-Freistilklasse jedoch unbesetzt gelassen hatte, flossen ebenfalls vier Zähler kampflos an die Ispringer zurück. Die drei knappen Niederlagen im griechisch-römischen Stil von Muhammed Yasin Yeter (66 Kilo: 1:2/0:1 gegen Marc-Antonio von Tugginer), Johan Euren (130 Kilo: 0:2/0:1 gegen Heiki Nabi) und Fabian Fritz (75 Kilo: 3:8/0:2 gegen Timo Badusch) waren nur noch Randnotizen.