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Nicht zu bremsen waren die „Red Devils“ mit (von links) Kevin Kern, Damian Müller, Marcel Kern, Janis Hohl und Marco Seiler beim Turnier in Stuttgart. Foto: Privat
Nicht zu bremsen waren die „Red Devils“ mit (von links) Kevin Kern, Damian Müller, Marcel Kern, Janis Hohl und Marco Seiler beim Turnier in Stuttgart. Foto: Privat
14.11.2018

Junge Rollstuhlsportler bei Fußball-Premiere erfolgreich

Pforzheim. Die Jugendmannschaft „Red Devils“ des Parasport-Club Pforzheim (PSC) war in Stuttgart beim ersten bundesweiten Turnier im Rollstuhl-Fußball dabei. Die fünf Spieler folgten ohne große Erwartungen der Einladung des MTV Stuttgart, denn bislang war die Sportart nur eine Randerscheinung in ihrem 14-tägigen Training.

Ohne den Luxus von Auswechselspielern stellten sie sich die jungen Sportler aus der Goldstadt der Aufgabe. Die Konkurrenten kamen aus Köln, Nürnberg, Esslingen und Stuttgart. Alle Teams spielten „inklusive“. Das heißt, dass Kinder mit und ohne Behinderung im Rollstuhl ein Team bilden. Beim Wheelsoccer hat jede Mannschaft fünf Spieler inklusive Torwart. Mit den Händen oder dem Rollstuhl wird ein Pezziball auf das gegnerische Tor gespielt.

Zwölf Minuten dauerte jedes Spiel. Bereits in der ersten Begegnung setzten die „Red Devils“ des PSC eine Duftmarke mit 4:1 gegen die Gastgeber. Im weiteren Verlauf des Turniers zeigten sich die Stärken von Janis Hohl, Kevin Kern, Marcel Kern, Damian Müller und Marco Seiler. Durch taktische Manöver, cleveres Stellungsspiel und viel fahrerisches Können erkämpften sie sich 14 von 18 möglichen Punkten und somit den Sieg. Mancher Zuschauer war erstaunt, wie es bei den Jungs und Mädels zur Sache ging, wenn beim Duell die Rollstühle laut aufeinander krachten. Aber vor allem sah man, mit welcher Freude und Leidenschaft die Partien ausgefochten wurden. Für die Sieger war es letztlich zu verschmerzen, dass Fußball-Weltmeister Guido Buchwald, Schirmherr der Veranstaltung, sich im Tag geirrt hatte und den Termin verpasste. Die Organisatoren nahmen es mit Humor: „Dann hoffen wir einfach, dass er beim nächsten Turnier dabei sein kann.“