Marcel Franke
Auf seinen Abwehrchef Marcel Franke muss der Karlsruher SC gegen Heidenheim verzichten.
Uli Deck/dpa
Sport
KSC-Coach will von Abstiegskampf nichts wissen
  • Hans Falsehr

Vor dem Duell mit dem Bundesliga-Absteiger Heidenheim weist Karlsruhes Maximilian Senft auf die noch ziemlich lange Saison hin.

Maximilian Senft, Trainer des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC, dachte erst ein bisschen nach und überlegte dann laut: „Wie soll ich das beantworten.“ Die an ihn bei der Pressekonferenz am Tag vor dem badisch-schwäbischen Duell gegen den Bundeslia-Absteiger 1. FC Heidenheim (Samstag, 20.30 Uhr, Nitro und Sky) gestellte Frage lautete: „Haben Sie den Eindruck, dass ihr Team fest im Abstiegskampf steckt?“ Davon will der Cheftrainer des Karlsruher SC aber noch nichts wissen, dafür sei die Saison noch zu lang. Es seien noch 25 Partien zu absolvieren, und sein Team habe gegen viele Gegner noch gar nicht gespielt.

Senft sagte aber auch: „Wir laufen hier nicht naiv durch die Türen und sagen: Friede, Freude, Eierkuchen.“ Es werde nicht gesungen und getanzt und sich gegenseitig umarmt nach dem Motto: „Es wird schon alles gut, wenn wir nur dran glauben.“ Sondern: „Wir arbeiten hart daran. Wir fokussieren uns auf das, was wir kontrollieren können. Und das machen wir Tag für Tag.“ Im Verein sei man sich aber natürlich bewusst, „dass wir aktuell ergebnistechnisch unter unserer eigenen Erwartungshaltung agieren“.

Die Mannschaft um Kapitän Marvin Wanitzek gehört zu den sechs Teams mit jeweils erst acht Punkte, liegt aber aufgrund des Torverhältnisses (11:20) auf dem 17., also vorletzten Tabellenplatz. Kein Team in der Liga hat bisher mehr Gegentreffer kassiert als der KSC.

Und an diesem Samstag, zum Abschluss einer englischen Woche, die nach dem 1:6 in Magdeburg und dem 0:2 im Pokal in Mönchengladbach nur besser werden kann, sind die Karlsruher Gastgeber des aus der Erstklassigkeit abgestiegenen 1. FC Heidenheim (Tabellenplatz 6/15 Punkte).  

Mit der Mannschaft von Trainer Frank Schmidt kehren die ehemaligen KSC-Stürmer Mikkel Kaufmann (2022/23) und Budu Zivzivadze (2023 bis 2025) für einen Abend an ihre frühere Wirkungsstätte zurück. Außerdem hat beim FCH auch Jonas Föhrenbach (2017/18) eine KSC-Vergangenheit.

Heidenheim ist zwar, abgesehen vom Erstrunden-Aus im Pokal beim Regionalligisten SSV Jeddesloh II, ordentlich in die Saison gestartet (vier Siege, eine Niederlage), hat zuletzt aber viermal hintereinander nicht gewonnen (bei drei Unentschieden. Einsatz, Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, Leidenschaft, Durchhaltevermögen – das sind Eigenschaften, die den Gästen zuzuschreiben sind und die Senft bei Heidenheim am Samstag auch erwartet. Von seinen eigenen Spielern fordert der KSC-Coach Mut und Widerstandsfähigkeit, „gerade dann, wenn es am schwierigsten ist“.

Personell stehen noch Fragezeichen hinter dem Einsatz von Sebastian Jung und Heliton. Verzichten muss Senft auf den langzeitverletzten Moritz Broschinski und den erkrankten Abwehrchef Marcel Franke.

Bis Donnerstag waren für das Spiel 28.000 Tickets verkauft, 2000 davon an Fans der Gäste.

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