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26.07.2017

KSC-Neuzugang Burak Camoglu: „Wir müssen unser Spiel durchziehen“

KSC-Neuzugang Burak Camoglu spricht mit der Pforzheimer Zeitung über seine Entscheidung für den Karlsruher SC und den durchwachsenen Saisonstart.

PZ: Herr Camoglu, haben Sie damit gerechnet, dass Sie beim Saisonauftakt gegen Osnabrück in der Startelf des KSC stehen werden?

Burak Camoglu: Mein Ziel war natürlich beim KSC zu spielen – und ich wusste, dass ich bei diesem Trainer meine Chance bekommen werde. Wenn ich gedacht hätte, beim ersten Spiel von Anfang an zu dabei zu sein – das wäre vermessen gewesen. Umso größer war die Freude, dass ich in der Startelf stand.

PZ: Sie sind türkischer Junioren-Nationalspieler, begannen in der Jugend bei Borussia Dortmund als Offensivspieler, wurden dann von Ex-BVB Chefcoach Jürgen Klopp und Marc-Patrick Meister, der damals bei der BVB-Jugend arbeitete, zum Rechtsverteidiger umgeschult. Jetzt spielen Sie wieder rechts offensiv oder gar auf der Zehnerposition. Ist Ihnen die Position egal?

Camoglu: Als Spieler bevorzugt man schon eine feste Position. Aber ich bin flexibel, ich kann sowohl Rechtsaußen wie auch Rechtsverteidiger spielen. Da sehe ich kein Problem. Ich kann auch auf der Zehnerposition zum Einsatz kommen. Ich mache das, wovon der Trainer glaubt, dass es für das Team am besten ist.

PZ: Wie groß war Anteil von Trainer Marc-Patrick Meister an Ihrem Wechsel zum KSC?

Camoglu: Das war Schlüsselpunkt. Ich wollte einen Trainer, dem ich vertrauen konnte, bei dem ich weiß, dass ich Spiele bekomme, wenn ich mich anbiete. Mit Marc-Patrick Meister hat es beim BVB gut geklappt, ich denke, es wird auch beim KSC gut klappen. Meister ist ein super Trainer.

PZ: Das Team agierte gegen Osnabrück anfangs sehr nervös. Ihnen merkte man nichts an.

Camoglu: Das erste Spiel ist immer etwas Besonderes. Ich kenne die 3. Liga und ich war dennoch auch aufgeregt. Ich konnte es etwas verstecken, habe versucht es zu vergessen. Vor dem Spiel war es aber schon heftig.

PZ: Das 2:2 gegen Osnabrück war ein Stolperstart. Was muss sich in Unterhaching ändern, um den ersten Dreier zu machen?

Camoglu: Wir müssen so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen den VfL. Wenn wir so auftreten, dann sind wir in dieser Liga schwer zu schlagen, Wir müssen aggressiv sein, immer wieder das Spiel verlagern und dabei ruhig bleiben – unser Spiel durchziehen.

PZ: Was macht Burak Camoglu privat?

Camoglu: Fußball steht im Zentrum meines Lebens. Privat will ich zunächst einmal meine Wohnung in Ordnung bringen, aufräumen, richtig einziehen. Dann etwas rausgehen, ins Kino, die Stadt kennenlernen.

PZ: Schafft der KSC den Aufstieg?

Camoglu: Wir geben alles, ich glaube daran, dass wir am Ende unter den ersten drei Teams der Liga landen werden.