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Symbolbild: dpa 

KSV Ispringen wegen „Doppelstarts“ eines Ringers vor Gericht

Karlsruhe/Ispringen. Dürfen Wettkampfergebnisse eines Ringers in der Oberliga Nordbaden annulliert werden, wenn der Ringer gleichzeitig in einem konkurrierenden Ligabetrieb antritt? Mit dieser Frage beschäftigt sich der 10. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe, der am kommenden Freitag über eine Beschwerde des Ringer-Oberligisten KSV Ispringen im Zusammenhang mit einer Entscheidung des Nordbadischen Ringer-Verbandes verhandeln wird.

Der KSV hatte in der Saison 2019/2020 mehrfach einen Ringer in der Oberliga Nordbaden starten lassen, der im Herbst 2019 für die KSV Ispringen an Kämpfen der Deutschen Ringerliga teilnahm. Der Nordbadische Ringer-Verband hatte daraufhin die Ergebnisse des Athleten in fünf Kämpfen der Oberliga Nordbaden gestrichen und die Ergebnisse der Mannschaftskämpfe für den KSV Ispringen in der Oberliga korrigiert. Der Ringer-Verband beruft sich auf eine Richtlinie, die sogenannte „Doppelstarts“ verbietet.

Das Landgericht Karlsruhe hatte zuvor den Antrag des KSV Ispringen auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Nichtwertung von sogenannten „Doppelstartern“ zurückgewiesen.