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Vollbeschäftigung: Die KSC-Abwehr mit Torhüter Dirk Orlishausen hatte gegen Greuther Fürth Schwerstarbeit zu verrichten. Ebener
Vollbeschäftigung: Die KSC-Abwehr mit Torhüter Dirk Orlishausen hatte gegen Greuther Fürth Schwerstarbeit zu verrichten. Ebener
16.02.2014

Karlsruher SC: Hauptsache nicht verloren

Das 1:1 bei Greuther Fürth hilft dem Karlsruher SC auf dem Weg zum Klassenerhalt weiter. Sieben Punkte braucht der Zweitligist noch zum Erreichen des Saisonziels.

Die Überlegenheit der Spielvereinigung Greuther Fürth im Zweitligaspiele am Freitagabend gegen den Karlsruher SC schlug sich folgendermaßen statistisch nieder: 5:1 Eckbälle. 20:6 Torschüsse. 66 Prozent Ballbesitz. „Ja, wir mussten 90 Minuten lang Abwehrarbeit verrichten“, blickte Dirk Orlishausen am Tag danach auf das 1:1 in der Trolli-Arena zurück. „Aber das haben wir sehr gut gemacht.“ Dass bei „gefühlten 50 Standards“ der Gastgeber, so der KSC-Keeper und -Kapitän weiter, „einer reingeht“, das sei der Lauf der Dinge, und löste bei den Karlsruhern auch keine Depressionen aus. Denn: „Wir haben bei einer Spitzenmannschaft, die sich den Aufstieg auf die Fahne geschrieben hat, einen Teilerfolg erzielt.“

Die Gastgeber taten sich natürlich etwas schwerer mit dem für sie enttäuschenden Unentschieden. „Mit nur einem Punkt können wir nicht zufrieden sein. Wir haben den KSC 90 Minuten lang beherrscht und hätten drei verdient gehabt“, kommentierte Benedikt Röcker, der die Karlsruher Führung durch den ersten Saisontreffer von Reinhold Yabo (19.) in der 82. Minute egalisierte, den Spielverlauf. Und Daniel Brosinski (Ex-KSC-Jugendspieler) war bei den Franken für die Ausführung fast aller ruhenden Bälle verantwortlich und lieferte auch die Vorarbeit zum hoch verdienten Ausgleich seiner Elf, meinte direkt nach dem Abpfiff: „Heute haben wir zwei Zähler verloren.“

Dafür machten „die Kleeblätter“, zumindest indirekt, auch Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer verantwortlich. Denn der pfiff, allerdings erst auf „Zuruf“ seines Assistenten Sven Jablonski, zwar ein Foul von Dennis Kempe, dem Linksverteidiger des KSC, an Niko Gießelmann (42.). Weil das Geschehen aber außerhalb des Karlsruher Strafraumes stattgefunden haben soll, gab es nur einen Freistoß für die Hausherren, statt eines „glasklaren“, so Daniel Brosinski, Elfmeters.

Vielleicht auch als Reaktion darauf schnürte Greuther Fürth den KSC in der zweiten Halbzeit fast völlig in dessen Hälfte ein, „und der Ausgleich war mehr als verdient“, räumte Markus Kauczinski ein. Trotzdem war der Karlsruher Coach zufrieden mit seinen Schützlingen: „Wir haben es geschafft, einen Punkt mitzunehmen.“ Es war der 33. auf dem Weg zu den 40, die – allgemein – als Limit für den Klassenerhalt gelten.

Und der soll in naher Zukunft sichergestellt werden. „Jetzt kommen fünf ganz wichtige Spiele“, warf Innenverteidiger Daniel Gordon den Blick voraus. Am kommenden Samstag (13 Uhr) zu Hause gegen Sandhausen, in Aalen, gegen Paderborn, in Cottbus und – wieder im Wildparkstadion – gegen Erzgebirge Aue. Um „möglichst schnell“, so Gordon, die 40Punkte vollmachen zu können, „müssen wir aber nach vorne wieder mehr bringen.“