Spielt der KSC mit zwei Spitzen, ist Marvin Pourie wohl wieder erste Wahl. Foto: dpa
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Karlsruher SC mit Respekt vor auswärtsstarkem Bundesliga-Absteiger Hannover 96
  • Hans Falsehr

Karlsruhe. Sportlich läuft es gut für den Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC, der Stadionstreit mit der Stadt geht jedoch weiter und nimmt skurrile Züge an. Alles andere als gewöhnlich war auch der Verlauf des jüngsten KSC-Auswärtsspiels. Trainer Alois Schwartz kam noch einmal auf das 3:3 am vorigen Sonntag beim VfL Bochum zu sprechen, ehe er zum Heimspiel gegen Hannover 96 am Samstag (13 Uhr/Sky) Auskunft gab.

„Gegen alle Widerstände“ habe seine Mannschaft im Ruhrstadion einen „mehr als verdienten Punkt“ mitgenommen und dabei „Charakter, Moral, Mentalität, und Qualität“ bewiesen, sagte Schwartz. „Gegen alle Widerstände“ habe seine Mannschaft im Ruhrstadion einen „mehr als verdienten Punkt“ mitgenommen und dabei „Charakter, Moral, Mentalität, und Qualität“ bewiesen, sagte Schwartz. Diese Eigenschaften müssten die Wildparkprofis aber in jedem Spiel an den Tag legen – und im besonderen Maße gegen Hannover, also gegen ein Team, das vorige Saison noch erstklassig spielte. „Da kommt ein schwerer Brocken auf uns zu“, warnt der KSC-Cheftrainer: „Das ist die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga.“

Drei ihrer bisher fünf Spiele auf fremden Plätzen haben die Niedersachsen gewonnen – zwei verloren. „Die individuelle Klasse der 96er ist unbestritten“, ergänzte Sportdirektor Oliver Kreuzer die Ausführungen des Trainers. Dass Hannover zuhause nach fünf Spielen lediglich drei Unentschieden aufweist und vor eigenem Publikum mit den vermutlich hohen Erwartungen noch nicht fertig wird, ist für Kreuzer ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft von Ex-KSC-Trainer Mirko Slomka immer noch nicht „gefestigt“ sei.

Stärker als beim ersten Vergleich mit dem KSC in dieser Saison, beim 0:2 in der ersten Runde des DFB-Pokals am 12. August, dürften die Hannoveraner nun bei der Rückkehr in den Wildpark aber sein. „Sie wissen, dass sie fußballerisch besser sind“, meint Kreuzer, „also werden sie auch den Ball haben wollen.“ Dass der KSC das Spiel machen müsse, sei also unwahrscheinlich.

Die Hausherren müssten in erster Linie verhindern, dass die fußballerischen Vorteile der Gäste zum Tragen kommen. „Wir dürfen sie nicht spielen lassen“, fordert Kreuzer, „sondern müssen sie destabilisieren und aus dem Rhythmus bringen.“   

Mit welcher taktischen Grundordnung und – darauf abgestimmt – mit welchem Personal der KSC das schaffen möchte, ließ Trainer Schwartz offen. Klar ist nur: Lukas Fröde ist nach seiner Ampelkarte in Bochum gesperrt. Für Lukas Grozurek, der zuletzt zwei Wochen lang krank war, käme ein Einsatz zu früh. Ansonsten könne er personell aus dem Vollen schöpfen, führte Schwartz aus.

Alexander Groiß könnte Fröde 1:1 ersetzen, dann bliebe der der KSC ansonsten taktisch (4-1-4-1) und personell unverändert. Schwartz könnte aber auch dem Grummeln des mit seiner derzeitigen Rolle eines Ersatzspielers unzufriedenen Torjägers Marvin Pourié nachgeben und wieder mit zwei Spitzen spielen (4-4-2). Ziemlich neu, wäre ein 4-2-3-1, das aber auch möglich erscheint. „Wir wollen die drei Punkte hierbehalten“, kündigte der Karlsruher Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek an: „Und so werden wir ins Spiel gehen.“

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Groiß, Stiefler – Choi, Wanitzek, Lorenz – Hofmann.

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