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Schock während dem Spiel: Der Dynamo-Spieler Stefan Kutschke hat sich während dem Spiel die Zunge verschluckt.
Schock während dem Spiel: Der Dynamo-Spieler Stefan Kutschke hat sich während dem Spiel die Zunge verschluckt. © dpa
Das Spiel Karlsruher SC gegen Dynamo Dresden war hart umkämpft.
Das Spiel Karlsruher SC gegen Dynamo Dresden war hart umkämpft.
14.05.2017

Karlsruher SC verliert turbulentes Spiel gegen Dynamo Dresden

Karlsruhe (dpa) - Dynamo Dresden hat seine Sieglosserie beendet und gegen Absteiger Karlsruher SC beim vorerst letzten Zweitligaspiel im Wildparkstadion mit 4:3 (3:1) gewonnen. Durch die Zuschauer-Strafe für den KSC sahen nur 5972 Fußball-Fans die sportlich nahezu bedeutungslose Partie. «Wir haben es verpasst uns von den eigenen Leuten so zu verabschieden, wie wir uns das unter der Woche vorgenommen hatten», klagte KSC-Trainer Marc-Patrick Meister.

In einer turbulenten Partie ging Karlsruhe durch Oskar Zawada in Führung (7. Minute). Torwart Dirk Orlishausen parierte einen Foulelfmeter von Stefan Kutschke (12.) - doch Dresden drehte das Spiel noch in der ersten Hälfte. Erst traf Jannik Müller (12.), dann gelang Akaki Gogia ein Doppelpack (35./Foulelfmeter und 37.) binnen weniger Minuten. Müller machte das 4:1 (80.), ehe der KSC durch Zawada und einen von Gaetan Krebs verwandelten Handelfmeter noch Ergebniskosmetik betrieb (91.).

Dynamo Dresdens Stürmer Stefan Kutschke hat bei einem Zusammenprall mit Benedikt Gimber vom Karlsruher SC ein mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Der 29-Jährige wurde in ein Karlsruher Krankenhaus gebracht und musste zur Überwachung zunächst dort bleiben, wie der Fußball-Zweitligist Dresden mitteilte. Die Saison ist für den Angreifer damit vorzeitig beendet. «Ich habe keine Erinnerung an den Zusammenprall, aber mir geht es den Umständen entsprechend gut», sagte der Offensivspieler am Sonntagabend.

Kutschke hatte nach dem Zusammenprall beim 4:3-Sieg bei Absteiger Karlsruhe am Sonntag kurzzeitig das Bewusstsein verloren und seine Zunge verschluckt. Gimber und Kutschke hatten im Mittelfeld beide nur Augen auf den Ball und rauschten im Sprint mit dem Köpfen zusammen. Beide Spieler wurden nach intensiven Behandlungen in der 22. Minute ausgewechselt und kamen zur Beobachtung ins Krankenhaus.

«Die Szene war für uns alle ein Schock. Das Wichtigste ist jetzt, dass Stefan wieder gesund wird», erklärte Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge. Der Club werde Kutschke nach Dresden zurückholen, «sobald die Ärzte dafür ihr Okay geben».