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Im Brennpunkt standen beim 4:4 im Hinspiel vor allem die Torhüter; links Manuel Salz gegen den Nöttinger Michael Schürg, rechts Robin Kraski gegen CfR-Stürmer Salvatore Tommasi.   Hennrich, Ripberger
Im Brennpunkt standen beim 4:4 im Hinspiel vor allem die Torhüter; links Manuel Salz gegen den Nöttinger Michael Schürg, rechts Robin Kraski gegen CfR-Stürmer Salvatore Tommasi. Hennrich, Ripberger
Im Brennpunkt standen beim 4:4 im Hinspiel vor allem die Torhüter; links Manuel Salz gegen den Nöttinger Michael Schürg, rechts Robin Kraski gegen CfR-Stürmer Salvatore Tommasi.   Hennrich, Ripberger
Im Brennpunkt standen beim 4:4 im Hinspiel vor allem die Torhüter; links Manuel Salz gegen den Nöttinger Michael Schürg, rechts Robin Kraski gegen CfR-Stürmer Salvatore Tommasi. Hennrich, Ripberger
20.04.2016

Kraski und Salz: So sahen die Torhüter das legendäre 4:4 zwischen FCN und CfR

Sollte jemals ein Drehbuch über ein besonders aufregendes Fußballspiel geschrieben werden, das 4:4 zwischen dem FC Nöttingen und dem 1. CfR Pforzheim könnte als Vorlage dienen.

Das Oberliga-Derby am Freitag, 9. Oktober 2015, im Panoramastadion hatte alles, was Fußball so faszinierend macht. Und dass es am Ende keinen Verlierer gab, war eine glückliche Fügung des Fußballgottes.

Vor dem mit Spannung erwarteten Rückspiel am Freitag um 18.30 Uhr im Pforzheimer Holzhof-Stadion hat sich die PZ mit zwei der Hauptdarsteller des Thrillers von Nöttingen unterhalten. Auch die Torhüter Robin Kraski (Nöttingen) und Manuel Salz (CfR) bekommen heute noch Gänsehaut, wenn sie an die Partie zurückdenken. „In der ersten Halbzeit bekam ich vier Bälle aufs Tor, und die waren drin. Ich dachte, ich bin im falschen Film“, erinnert sich Robin Kraski. „In Halbzeit zwei hätte ich mir dann einen Stuhl nehmen und in aller Ruhe das Spiel auf der anderen Seite beobachten können.“

Dort stand Manuel Salz im Brennpunkt. „So viele Schüsse habe ich vorher und nachher nie mehr aufs Tor bekommen. Es war der Wahnsinn. Wir haben mit allem vereidigt, was wir hatten“, blickt der CfR-Keeper auf die Schluss-Viertelstunde zurück. Für Salz war es das verrückteste Spiel seiner Karriere. Und der 30-jährige Ex-Profi hat schon einiges erlebt. Im August 2009 debütierte Salz als Torhüter des SC Freiburg in der Bundesliga beim 1:1 gegen den Hamburger SV. „Das war natürlich auch etwas ganz Besonderes und noch wichtiger für mich“, betont Salz. Kraski und Salz brauchten eine gewisse Zeit, um zu realisieren, was da in ihren Strafräumen direkt vor ihren Augen abging. „Ich glaube, ich habe erst nach ein paar Tagen so richtig verarbeitet, was sich da abgespielt hat“, verrät Salz. Und Robin Kraski bemerkt: „Dieses Spiel war unbegreiflich. So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Was erwarten die beiden Keeper fürs Rückspiel? Robin Kraski, der in der Winterpause seinen Stammplatz im Nöttinger Kasten an den Kollegen Andreas Dups verloren hat, meint: „Es wird wieder eine Fußballschlacht geben. Beide Mannschaften sind hoch motiviert.“ Die Fans sind gespannt, ob der FC Nöttingen, der nach wie vor Spitzenreiter der Oberliga ist und aufsteigen möchte, seine Krise, die im Rücktritt von Trainer Michael Wittwer gipfelte, überwunden hat. Robin Kraski ist Optimist: „Ich glaube, wir finden im Derby in die Spur zurück. Wir haben in den vergangenen Tagen viel geredet. Ich glaube, das passt mit Gerd Dais.“

Und beim CfR? Der Aufsteiger kann unbeschwert aufspielen. Das weiß auch Manuel Salz. „Wir haben jetzt sieben Spiele in Folge nicht verloren. Wir haben enormes Selbstvertrauen getankt und das wollen wir im Spiel gegen Nöttingen auch auf den Platz bringen.“ Das Trainer-Theater beim FC Nöttingen war offenbar kein großes Thema beim CfR. „Man spricht darüber, aber groß damit auseinandergesetzt haben wir uns nicht“, sagt Salz.