Karlsruhe. Ganz großes Theater – zumindest was die Kulisse anbelangt – wird am Samstag ab 14.00 Uhr im Karlsruher Wildparkstadion geboten. Für die vom Fußball-Drittligisten Karlsruher SC als „Abschiedsspiel“ ausgerufenen Auseinandersetzung mit dem FC Würzburger Kickers waren am Donnerstag schon 19.500 Eintrittskarten verkauft.
Denn ab Montag beginnt der Umbau des vor 63 Jahren eingeweihten altehrwürdige Ovals. In zweieinhalb Jahren soll der Wildpark bei laufendem Spielbetrieb in ein modernes Fußballstadion umgestaltet werden.
Um gegen Würzburg auch in den Genuss der vollen Unterstützung seiner Zuschauer zu kommen, müssen die Gastgeber natürlich an ihre vor einer Woche, beim torlosen Unentschieden in Unterhaching, gezeigten Leistung anknüpfen, „mit einem hoffentlich besseren Ergebnis“, sagt Alois Schwartz. Den Auftritt seiner Schützlinge vor den Toren Münchens beschrieb der Karlsruher Cheftrainer rückblickend als „zweikampf- und laufstark“, nur das für einen Sieg nötige Match- und Schiedsrichterglück sei ihnen nicht hold gewesen.
Auf Unterstützung der Glücksgöttin Fortuna darf sich der KSC gegen die Würzburger Kickers natürlich weder verlassen, noch angewiesen sein. Um ihre bisher schwache Heimbilanz (zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen – 9:10 Tore) gegen die „Rothosen“ mit dem angestrebten Sieg verbessern zu können, sei eine Leistung wie am achten Spieltag gegen den KFC Uerdingen nötig. „Daran messe ich die Mannschaft“, sagt Sportdirektor Oliver Kreuzer. Das damalige 2:0 war der zweite von vier Siegen hintereinander, mit denen sich die Wildparkprofis zwischenzeitlich auf Tabellenplatz zwei hochgearbeitet hatten.
Mittlerweile, nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg (zwei Niederlagen, ein Unentschieden), ist der KSC, gemeinsam mit dem Halleschen FC, nur noch Achter und Letzter von sieben Mannschaften, die um Platz drei kämpfen. Unter diesen Umständen ist ein Sieg gegen Würzburg Pflicht.
Da Damian Roßbach seine Gelb-Sperre abgesessen hat, ist mit der Rückkehr des Linksverteidigers in die Karlsruher Startelf zu rechnen. Sein Vertreter Tim Kircher hat seine Sache in Unterhaching zwar „gut gemacht“, wie Alois Schwartz lobt, muss aber wohl wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen. Ansonsten wird der KSC-Coach vermutlich keine personellen Änderungen vornehmen. Allerdings denkt er darüber nach, „ob, und wenn ja, wie“ er Kyoung-Rok Choi einbauen kann. Denn der Südkoreaner zeigte nach seiner Einwechslung im Alpenbauer Sportpark „was er kann.“
Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Groiß, Wanitzek, Lorenz – Fink – Pourié.

