Oberlungwitz/Remchingen. Ein Wechselbad der Gefühle durchlebte der Remchinger Rennstall Rutronik Racing bei den ADAC GT Masters.
Auf dem Sachsenring fand das vorletzte Rennwochenende des ADAC GT Masters, der internationalen deutschen GT-Meisterschaft, statt. Rutronik Racing setzte wie gewohnt zwei Audi R8 LMS GT3 evo II ein.
Die Trainingssitzungen am vergangenen Freitag waren hier besonders wichtig, da aufgrund der Gegebenheiten der Strecke in der Nähe von Chemnitz am Donnerstag keine Testfahrten stattfinden konnten. Zudem war der amtierende ADAC TCR Germany-Meister Luca Engstler zuvor noch nie mit einem GT3-Fahrzeug auf der Berg- und Talbahn unterwegs. Umso schmerzhafter war es da, dass Engstler und sein Partner Patric Niederhauser aufgrund von technischen Problemen im ersten Training keine Runden drehen konnten. Kim-Luis Schramm und Dennis Marschall sammelten jedoch im Schwesterfahrzeug wichtige Daten.
Im Samstagslauf startete Schramm vom dritten Platz ins Rennen, zusammen mit Marschall hielt er diese Position bis zum Schluss und durfte somit den zweiten Podestplatz in der laufenden Saison feiern. Engstler und Niederhauser beendeten das Rennen im Schwesterfahrzeug auf Rang sechs.
„Wir hatten nicht wirklich mit dem Podestergebnis gerechnet“, so Schramm. „Im Rennen hatten wir zu kämpfen, da die Reifen schnell an Performance verloren hatten. Dadurch hatten wir mit Untersteuern zu kämpfen und das Auto war schwer zu fahren.“
Dramatisch wurde es am Sonntag für Rutronik Racing. Nach einem Problem eines Konkurrenten übernahm Marschall nach elf Minuten die Führung, die Schramm auch nach dem Fahrerwechsel verteidigen konnte. Doch Reifenprobleme schlugen in der Schlussphase zu und sorgten dafür, dass Schramm den Vorsprung einbüßen und schlussendlich vier Minuten vor Ende die Führung abgeben musste. In der vorletzten Runde kam es für den 25-Jährigen noch schlimmer. Nach einem Reifenschaden musste er das Fahrzeug abstellen. Luca Engstler wurde in der Führungsrunde unverschuldet in eine Kollision verwickelt und musste das Rennen ebenfalls vorzeitig beenden.
„Es ist möglicherweise der frustrierendste Moment, den ich seit langer Zeit erlebt habe“, so ein niedergeschlagener Dennis Marschall nach dem bitteren Ausfall. „Ich habe an unseren ersten Sieg im ADAC GT Masters geglaubt, gerade bei dem Vorsprung auf die Verfolger zur Rennhälfte.“
Das Saisonfinale des ADAC GT Masters findet in vier Wochen auf dem Hockenheimring statt.

