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18.04.2016

Meffert verlässt den Karlsruher SC

Die Grundsatzentscheidung ist gefallen: Jonas Meffert verlässt den KSC nach dieser Saison. Der defensive Mittelfeldspieler erklärt: „Es steht fest, dass ich in der kommenden Saison in der ersten Liga spielen will. Die Liga eins ist das Ziel jeden Profis.“ Soll heißen: Der 21-Jährige will nach zwei Jahren weg vom Wildpark. „Ich bin zuversichtlich, dass der KSC mir da in keiner Weise im Weg stehen wird.“

Das kann er wohl ganz beruhigt sein. Auch, dass Meffert beim badischen Zweitligisten einen Vertrag bis 2017 hat, ist wohl kein Hindernis. „Dass Leverkusen eine vertraglich abgesicherte Rückkaufoption für mich hat, das ist kein Geheimnis“, sagt der gebürtige Kölner, der 2014 von Bayer ins Badische wechselte. Ob er zum Werksclub zurückkehrt, sei noch nicht geklärt. „Ich werde Ende April entscheiden, was ich mache, wo ich kommende Saison die Fußballschuhe schnüre.“ Meffert hat knallharte Entscheidungskriterien, wohin er geht. „Ganz wichtig: Wie sehr will der Club mich? Wie sind meine Chancen, mich dort durchzusetzen, Spielzeiten zu bekommen? Einsatzzeiten sind für einen jungen Profi wie mich wahnsinnig wichtig.“

Freiburg hat großes Interesse

Die Rückkehr zu Bayer kann im Wildpark keiner verhindern, doch geht der Ex-U-19-Nationalspieler zurück nach Leverkusen, kassieren die Karlsruher nur die vertraglich fixierten 600 000 Euro Ablöse. Entscheidet sich Meffert für einen anderen neuen Arbeitgeber – Interessenten sind zum Beispiel Augsburg, Hertha BSC und Zweitligist Freiburg – dann könnte es kräftiger in der klammen KSC-Kasse klingeln.

Als vor einiger Zeit die Diskussion um Mefferts Zukunft und die vorhandene Ausstiegsklausel aufkam, erklärte KSC Sportdirektor Jens Todt: „Sollte Jonas gehen, entscheidet er, wohin er geht.“

Schon im Winter bot der SC Freiburg zwei Millionen Euro Ablöse für „Meffo.“ Die Breisgauer haben weiterhin großes Interesse, legen ganz sicher noch ein paar hunderttausend Euro drauf. Aber wohl vergeblich. Dabei wären die Einsatzchancen beim Sportclub wohl größer als beim Bundesliga-Spitzenverein Leverkusen. Allerdings könnte das Gehalt bei Bayer höher als im Breisgau liegen.

Mefferts Tendenz geht wohl in Richtung Nordrhein-Westfalen, wo die Familie und Freunde leben. Zumindest deutet eine Aussage von ihm daraufhin: „Für mich ist wichtig, dass ich kommende Saison in der ersten Liga spiele, da ist Freiburg noch nicht sicher.“