760_0900_99051_Trainer_und_Bank_2.jpg
Grund zum Jubeln gab es bei Knittlingens Handballern in der abgelaufenen Saison reichlich; links Trainer Bernd Zimmermann.  Foto: Becker 
760_0900_99052_TSVKnittlingen_TB_Pforzheim14_07_10_2018.jpg
Mann mit Profierfahrung beim Aufsteiger TSV Knittlingen: Marco Hauk.  Foto: Fotomoment 

Meisterschaft nach souveräner Saison: TSV Knittlingen will sich in der Landesliga etablieren

Knittlingen. Nach exakt zehn Jahren haben sich die Handballer des TSV Knittlingen als souveräner Meister der Bezirksliga wieder den Aufstieg in die Landesliga verdient. Es soll nicht wieder so eine Fahrstuhlsaison werden wie bei den beiden letzten Aufstiegen auf Verbandsebene, als dem Aufstieg prompt der Wiederabstieg folgte.

Es spricht vieles für das in der Fauststadt postulierte „nie mehr Bezirksliga“: Zum einen der gezielte Aufbau eines ungemein erfahrenen Teams, das aber auch über einen gesunden Mittelbau und, dies war dem Fauststadt-Management schon der Knittlinger Zuschauer wegen sehr wichtig, mit Jungs wie Moritz Knodel oder Felix Egler auch über hungrige Eigengewächse verfügt.

Das Wichtigste nach der Runde: Der Meisterkader bleibt komplett zusammen, zudem hat man für die anstehenden Aufgaben noch zwei, drei vor allem auch den Altersschnitt drückenden Verstärkungen an der Angel.

Nach zwei Vizemeisterschaften, in denen man das Aufrücken auf Verbandsebene jeweils hauchdünn verfehlte, war es in Knittlingen vor der Saison klar, dass man diesmal an der Reihe ist. Mit Marco Hauk hat man das ohnehin ganz erfahrene Team mit einem in der zweiten und dritten Bundesliga gestählten Linkshänder noch weiter aufgepeppt, mit Sebastian Geider und Bernd Zimmermann die Übungsleitung in Co-Union zwei ganz erfahrenen Oberliga-Recken als Spielertrainer übertragen. Dass dieses Konzept voll und ganz aufgegangen ist, beweist der Durchmarsch mit 40:0-Punkten. Dieser war nur einmal in Gefahr – im Spiel bei Graben/Neudorf, als man großer Hektik und Zeitstrafen zum Trotz einen Vier-Tore-Rückstand zur Pause noch in einen hauchdünnen 27:26-Sieg verwandelte. Dass die Jan Marquart und Mattis Eickmeier ansonsten durchweg ganz klare Siege einheimsten zeigt auch schon das herausragende Torverhältnis von 619:410-Treffer.

Mit dem Spielertrainer-Duo Sebastian Geider/Bernd Zimmermann wird man auch die „Mission Landesliga“ mit Optimismus angehen. Mit Abteilungsleiter Klaus Meiser, Organisationstalent Heiko Mössner sowie Peter König, der über die erforderlichen Netzwerke verfügt, sind die Fauststädter auch im „back-up“ breit und stark aufgestellt.

Ein weiteres Pfund hat man in der Fauststadt mit dem Bau einer vereinseigenen Trainingshalle in der Hinterhand. Mit dem voraussichtlich im September spielfertigen Projekt, für das die Männer um den TSV-Vorsitzenden Jürgen Mössner selbst kräftig Hand anlegen, hört in der Fauststadt endlich auch das Feilschen mit der Gemeinde um die Trainingszeiten auf. Die bisherigen zwei Übungsabende, teilweise sogar in geteilter Halle, ließen bisher für die neun Mannschaften die Knittlingen in der abgelaufenen Runde stellte, überhaupt keinen geordneten Trainingsbetrieb zu.

Mit den neuen Möglichkeiten will man vor allem auch die Jugendarbeit weiter intensivieren. Dass man in einer Phase, in der Jugendspielgemeinschaften aufgrund der demografischen Entwicklung gang und gäbe werden, vereinseigene Teams stellen kann, macht die Macher in der Fauststadt besonders stolz.