Augen zu und durch? Nein – denn die jüngste Bilanz des KSC kann sich sehen lassen. Auch dank Daniel Gordon (links, im Zweikampf mit Tobias Kempe). Foto: Anspach
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Mit den Fans im Rücken ans Millerntor: Über 2000 Anhänger unterstützen den KSC beim FC St. Pauli
  • Hans Falsehr

Karlsruhe. Zum Abschluss seiner bisher – mit dem 3:3 gegen Hannover und dem 1:0-Pokalsieg in Darmstadt – recht erfolgreichen Englischen Woche ist Fußball-Zweitligist Karlsruher SC am Samstag (13 Uhr/Sky) beim FC St. Pauli zu Gast. Dessen vergangenen beiden Spiele, am Millerntor gegen Darmstadt und in Heidenheim, gingen 0:1 verloren. Anders der KSC: Der ist wettbewerbsübergreifend seit sieben Spielen ungeschlagen, weswegen Trainer Alois Schwartz seiner Mannschaft ein sehr gutes Zwischenzeugnis ausstellte: „Wir haben in verschiedenen Systemen sehr ordentlich gespielt und auch durch personelle Wechsel keinen Qualitätsverlust erlitten.“

Beim Pokalsieg in Darmstadt hatte die Karlsruher Grundordnung die Form eines Tannenbaums (4-3-2-1) und Ersatzkeeper Marius Gersbeck sowie Anton Fink kamen zu ihren ersten Einsätzen in der Startelf in dieser Saison. Deshalb darf man gespannt sein, wie die Anfangsformation der Badener bei den Hanseaten aussieht – taktisch und personell. Klar ist, dass Schwartz am Nummer-eins-Status von Schlussmann Uphoff nicht rüttelt: „Marius hat seine Sache im Pokal sehr gut gemacht – in der Liga aber bleibt Benni im Tor.“

Auch die Viererkette wird in Hamburg in der gewohnten Zusammensetzung auflaufen. Davor aber sind Veränderungen auf ein, zwei Positionen durchaus möglich. Wird etwa Kyoung-rok Choi im Zentrum spielen oder über Außen kommen? Erhält Marvin Pourié eine Chance? Und spielt der KSC mit einem oder zwei Sechsern? Das behält Schwartz für sich.

„Schon allein wegen der einzigartigen Atmosphäre am Millerntor“ erwartet KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer „ein schweres Spiel“. Umso wichtiger, dass die KSC-Fans ihr Kartenkontingent (2230) voll ausgeschöpft haben – innerhalb kürzester Zeit waren alle Tickets weg.

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Fröde – Choi, Wanitzek, Lorenz - Hofmann.

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