Jürgen Klopp setzt auf junge, hungrige Kräfte und verordnet der Nationalmannschaft einen Neustart. Doch entscheidend ist, ob der frische Wind auch Ergebnisse bringt – gegen die Niederlande wartet der erste echte Gradmesser.
Ein Kommentar von PZ-Redakteur Dominique Jahn
„Jürgen Klopp setzt mit seiner Nominierung ein klares Zeichen. Der Bundestrainer vertraut auf junge, weitgehend unverbrauchte Kräfte und will damit frischen Wind in die Nationalmannschaft bringen. Große Namen und Verdienste aus der Vergangenheit scheinen weniger zu zählen. Klopp setzt auf Leistung, Perspektive – und einen neuen Teamgeist. Das zeigen seine Personalentscheidungen. Mit dem Elversberger Felix Keidel (23) oder dem Augsburger Hennes Behrens etwa bekommen junge Spieler ihre Chance, die sich erst noch auf der großen Bühne beweisen müssen. Spieler, für die das Nationaltrikot keine Selbstverständlichkeit ist und die mit Stolz den Adler auf der Brust tragen werden. Genau diese neue Gier für Deutschland zu spielen, dürfte sich Klopp erhoffen. Der Ansatz ist mutig und spannend. Doch frischer Wind allein gewinnt noch keine Spiele. Am Ende wird auch Klopp an Ergebnissen gemessen. Das Duell gegen die Niederlande wird deshalb zum ersten echten Gradmesser. Dann zeigt sich, ob der neue Teamgeist schon auf dem Platz zu spüren ist – und Klopps Maßnahmen erste Früchte tragen.“


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