Karlsruhe. Der Karlsruher SC will sich mit einem Heimsieg in die Winterpause verabschieden. „Alle Kräfte bündeln“, lautet die Forderung von Cheftrainer Alois Schwartz vor dem Spiel gegen den Mitaufsteiger SV Wehen Wiesbaden an diesem Freitag (18.30 Uhr/Sky). In der Vorbereitung aufs erste Spiel der Rückrunde mussten die Wildparkprofis zunächst die am vergangenen Samstag mit 1:5 verlorene „Hausaufgabe“ gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth aufarbeiten. Das sei von seinen Schützlingen „selbstkritisch“ geschehen, erklärte Schwartz, ohne ins Detail zu gehen.
Torhüter Benjamin Uphoff, der zwei oder sogar drei Gegentreffer auf seine Kappe nehmen musste, wisse aber, „dass er die falschen Handschuhe anhatte“. Das Spiel seiner Mannschaft sei „einfach schlecht“ gewesen, hielt KSC-Coach Schwartz noch fest, mehr gebe es dazu nicht mehr zu sagen. Sportdirektor Oliver Kreuzer meinte: „Das ist so im Fußball, dass man mal ein Brett bekommt. Jetzt hat es uns erwischt.“
Sowohl Schwartz, als auch Kreuzer zogen trotz der bisher höchsten Saisonniederlage ein positives Vorrundenfazit. 20 Punkte, so der Chefcoach, seien für einen Aufsteiger „ordentlich“, und 29 Tore „sehr gut.“ Dass seine Schützlinge 35 Gegentreffer hinnehmen mussten, bewertete er dagegen als „sehr schlecht“. Keiner der Fußball-Zweitligisten hat bisher mehr kassiert. „Da müssen wir natürlich ansetzen“, sagt der frühere Verteidiger Kreuzer.
Dass der hessische Gegner auf den gelb-gesperrten Torjäger Manuel Schäffler verzichten muss, der zwölf von bisher 20 Toren erzielte, „darf bei uns nicht dazu führen, dass wir glauben, 50 Prozent reichen“, warnt Alois Schwartz die KSC-Spieler. Ihm fehlen Kyoung-Rok Choi, dessen Kreuzbandriss, laut Schwartz, „erfolgreich operiert“ wurde, Janis Hanek und Martin Röser. Hinter Marvin Pourié (Magen-Darm-Infektion) steht ein Fragezeichen.
Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Kobald, Wanitzek, Lorenz – Fink, Hofmann.
Sternenfelser Ex-Profi könnte mit 40 Jahren wieder im SVW-Tor stehen
Beim SV Wehen Wiesbaden ging es auf der Torhüterposition durcheinander. Lukas Watkowiak musste den Platz zwischen den Pfosten Ende September räumen, wurde aber schnell wieder gebraucht, da sich das große Talent Jan-Christoph Bartels beim ersten Einsatz verletzte. Daher verpflichte der SWW Heinz Lindner, der 2016 in Österreichs EM-Kader stand. Er debütierte beim überraschenden 2:1 beim VfB Stuttgart Anfang Oktober. Als Lindner im November wegen Adduktorenbeschwerden zweimal aussetzen musste, war doch wieder Watkowiak gefragt. Inzwischen ist sogar Marjan Petkovic aus Sternenfels spielberechtigt. Den 40-jährigen Ex-Profi hatte Coach Rüdiger Rehm zu Saisonbeginn als Torwarttrainer geholt. rks

