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Nur vom Elfmeterpunkt aus traf der FC Nöttingen im Heimspiel gegen den SV Linx; hier erzielt Timo Brenner (2. von rechts) das 1:2.  Foto: Becker, PZ-Archiv 

Nach dem Heim-Dämpfer ist der FC Nöttingen voll motiviert

Remchingen-Nöttingen. An die Neckarsulmer Sport-Union hat der FC Nöttingen in der Oberliga Baden-Württemberg nur gute Erinnerungen: Vier Spiele, vier Siege gab es bisher. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison gewann die Mannschaft von Trainer Michael Wittwer 4:0 bei den Heilbronner Vorstädtern.

Diese sind ebenso wie Nöttingen mit einem Sieg und einem Remis in die neue Spielrunde gestartet. Michael Wittwer kennt die Bilanz gegen Neckarsulm natürlich. Daraus eine Favoritenrolle für die Partie am Samstag (15.30 Uhr) abzuleiten, widerstrebt ihm.

Das liegt auch daran, dass Neckarsulm mit einer dicken Blamage im Rucksack aufläuft. Denn am Mittwoch setzte es in Runde zwei des WFV-Pokals gegen den Landesligisten Spvgg Gröningen-Satteldorf eine bittere 0:4-Niederlage. „Es war zweifellos ein kollektiver rabenschwarzer Tag, den die Elf erwischte“, heißt es auf der Internetseite der Sport-Union. Michael Wittwer schließt nicht aus, dass dieser Pokalschock den Gegner zusätzlich motivieren könnte.

Seine Mannschaft ist gut in die Saison gestartet. Im Gegensatz zu Neckarsulm ist man noch im Verbandspokal dabei. Nach dem überraschenden 1:0-Sieg beim Favoriten VfB Stuttgart II gab es im ersten Oberliga-Heimspiel gegen den SV Linx mit dem 2:2 einen kleinen Dämpfer. Kapitän Timo Brenner, der das Amt in dieser Saison wieder von Holger Fuchs übernommen hat, traf nach 0:2-Rückstand in der zweiten Halbzeit mit zwei Elfmetern. In der Schlussphase hatte Nöttingen dann zahlreiche Chancen zum Sieg – traf unter anderem innerhalb von fünf Minuten vier Mal Pfosten und Latte.

Vielleicht hätte Stürmer Ernesto de Santis getroffen. Doch der fehlte gegen Linx wegen einer Verletzung am Knie. In Neckarsulm könnte der torgefährliche Angreifer wieder dabei sein. Er hat in dieser Woche trainiert, ebenso wie Riccardo Di Piazza. Bei ihm ist ein Einsatz wegen muskulärer Probleme eher unwahrscheinlich. Auf alle Fälle wieder dabei ist Holger Fuchs, der gegen Linx wegen eines privaten Termines fehlte. Er rückt wieder in die Innenverteidigung. Für ihn muss Paul Fratea weichen.

Im Spiel bei der Neckarsulmer Sport-Union trifft der FC Nöttingen auf eine Reihe alter Bekannter. Marc Schneckenberger, der von 2013 bis 2016 bei den Lilaweißen spielte, ist Kapitän der NSU-Elf. Im Kader der Mannschaft von Trainer Marcel Busch stehen ferner Claudio Bellanave, der von 2015 bis 2017 in Nöttingen spielte, und Nico Charrier, in der Saison 2017/18 beim 1. CfR Pforzheim unter Vertrag stand.

DFB-Pokal nur über den SV Waldhof

Nichts Neues im badischen Fußballpokal. Der FC Nöttingen muss im Viertelfinale gegen einen Verbands- oder Landesligisten antreten. Das war in den Runden zuvor schon so. Die Auslosung bescherte dem siebenfachen Finalisten FC Nöttingen den Sieger der Partie TSV Reichenbach (Landesliga) gegen den FC Zuzenhausen (Verbandsliga). Favorit SV Waldhof kann also frühestens im Halbfinale kommen. „Wenn wir wieder in den DFB-Pokal wollen, müssen wir auf jeden Fall gegen den SV Waldhof gewinnen, im Halbfinale oder im Finale“, glaubt FCN-Trainer Michael Wittwer. Dass der SV Waldhof in der 3. Liga mindestens Vierter wird und damit automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert wäre, glaubt er nicht. 

Martin Mildenberger

Martin Mildenberger

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