760_0900_124804_20210213_110602.jpg
Insgesamt erliefen die Jungs von Trainer Christof Karcher (Mitte) 900 Euro an Spendengeldern, die unter anderen auch an „Menschen in Not“ gingen.  Foto: Privat 

Nachwuchskicker laufen für den guten Zweck - D-Juniorentrainer des JFV Straubenhardt stellt sich mit Fußballern besonderer Aufgabe

Straubenhardt. Seine Jungs fit halten und gleichzeitig etwas Gutes tun, das war die Intention von Christof Karcher während des Lockdowns. Der D-Juniorentrainer des JFV Straubenhardt startete ein ganz besondere Challenge mit seinen Nachwuchskickern des Jahrgangs 2009. „Laufen für den guten Zweck“ hieß das Motto, mit dem er seine Talente statt über den Fußballplatz über Wald und Wiesen scheuchte. Besser gesagt: die Jungs flitzten von sich aus selbst über Stock und Stein. Sie tauschten Kickstiefel gegen Laufschuhe.

„Kinder bei Laune halten“

„Irgendwie müssen wir die Kinder in der fußballfreien Corona-Zeit ja bei Laune halten, also habe ich dieses Projekt gestartet“, berichtet Karcher. Und die Kinder seien Feuer und Flamme gewesen.

Ziel war es, als Team so viele Kilometer wie möglich zu laufen und dadurch viele Spenden zu sammeln. Die 20 Nachwuchsfußballer hatten schnell viele Sponsoren gefunden. Mama, Papa, Opa, Oma, Freunde und Verwandte griffen für diese tolle Aktion tief in den Geldbeutel. Und die Jugendlichen gaben kräftig Gas.

760_0900_124803_IMG_6723.jpg
Diese Fotocollage zeigt den großen Einsatz der Straubenhardter Juniorenspieler. Beim „Laufen für den guten Zweck“ legten sie insgesamt 1051 Kilometer zurück. Foto: Privat

Allein, zu zweit oder in der Gruppe – mit Abstand natürlich – erliefen sie mit dem Smartphone und einer Running-App rund um Straubenhardt 1051 Kilometer. Insgesamt kamen dabei dann 900 Euro an Spenden zusammen. Drei Wochen hatten die Fußballer dafür Zeit. „Die Bereitschaft mitzumachen waren riesengroß“, sagt Karcher und freut sich über den großen Einsatz seiner Schützlinge. Einer davon habe sogar eine Gesamtstrecke von rund 130 Kilometern abgespult – natürlich nicht an einem Tag. Die Spendengelder wurden mittlerweile schon verteilt. Ein Teil (300 Euro) ging an die PZ-Aktion „Menschen in Not“, desweiteren unterstützte man auch die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel in Karlsruhe sowie die Kinderkrebshilfe Karlsruhe.

„Die Kinder hatten ein Mords-Spaß“, sagt Karcher und hofft auf Nachahmer. Schließlich müsse man den Kinder während der Corona-Pandemie etwas anbieten „sonst ist die Gefahr groß, dass wir sie im Verein verlieren“, meint der Coach. Er hofft, dass es bald Lockerungen gibt und der JFV mit seinen über 280 Kickern in 20 Mannschaften (von Bambini bis A-Junioren) wieder auf die Plätze in Straubenhardt darf. Karcher liebäugelt mit Kleingruppentraining ab März. „Wenn nicht, lasse ich mir wieder etwas Besonderes einfallen. Ein paar Ideen habe ich noch im Kopf“, so Karcher.

Dominique Jahn

Dominique Jahn

Zur Autorenseite