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Die neuen Gesichter des 1. FC Pforzheim 2018: Von links Trainer Alexander Maier, Vorsitzender Martin Maischhofer, Pressesprecher Dennis Hauptkorn und Marketing-Chef Marius Bauer. Im Hintergrund die Logos der bisherigen Sponsoren.  Fotos: Jahn   

Neuer FCP will Geschichte schreiben - Alle Fakten zur Neugründung

Pforzheim. Was wie ein Aprilscherz klang, ist Realität. Am 3. Dezember wurde der 1. FC Pforzheim 2018 gegründet, gestern Abend stellten sich erstmals die Vereinsvertreter der Presse vor. Die PZ erklärt die Gründe der Neugründung, welche Personen dahinterstecken und welche Ziele man verfolgt.

■ Was lief da am Montag bei der Pressekonferenz ab?
In den Räumen von Allianz-Generalvertreter Christian Pfeifer im Sandweg 20 im Brötzinger Tal hielten die vier Vereinsvertreter Martin Maischhofer (Vorsitzender), Dennis Hauptkorn (Pressesprecher), Marius Bauer (Marketing-Chef) und Alexander Maier (Trainer) eine Pressekonferenz ab, die auch auf der Facebook-Seite des Vereins live verfolgt werden konnte. Alles war perfekt vorbereitet, mit einem kurzen Stimmungsfilm wurde die PK begonnen.

■ Wer steckt hinter der Gründung des 1. FC Pforzheim 2018?
Vor allem ehemalige FCP-Fans. „Für viele gab es nach der Fusion des FCP mit dem VfR Pforzheim im Jahre 2010 ein Vakuum“, erzählt Dennis Hauptkorn. Die Idee einer Neugründung bestand seit 2012. Doch erst in den letzten sechs bis acht Wochen hätte die Sache stark an Dynamik gewonnen. Am 3. Dezember wurde nun von 14 Gründungsmitgliedern die Satzung unterschrieben. „Wir wollen den Namen in Ehren halten und die Tradition bewahren“, nennt Maischhofer die Gründe für die Neugründung. Hauptkorn ergänzt: „Wir wollen neue Geschichte schreiben. Fußballern eine neue Heimat geben und die Fankultur zurückbringen.“ Neben Maischhofer gibt es noch sechs weitere Vorstandsmitglieder.

■ Welchen Bezug hat das FCP-Quartett von der PK am Montag zum ehemaligen FCP, der 1896 gegründet wurde?
Alle waren begeisterte FCP-Fans und verfolgten regelmäßig die Spiele des Clubs. Martin Maischhofer kickte als einziger in der Jugend des FCP.

■ Welche kurz- wie auch langfristigen Ziele verfolgen die FCP-Verantwortlichen?
„Wir wollen Spaß haben und Spaß machen“, sagt Dennis Hauptkorn. In der kommenden Saison werde der FCP mit einer Mannschaft in der C-Klasse an den Start gehen. Spätestens in zwei Jahren will man aufsteigen. Erstmals wird man eine Mannschaft des FCP am 12. Januar 2019 beim Hallenturnier (Luxhaus-Cup) des 1. FC Dietlingen sehen. Testspiele sollen folgen.

■ Wie viele Spieler hat man schon zur Verfügung?
Laut der Vorstandschaft „Viele“. Darunter seien FCP-Fans wie auch ehemalige Jugendspieler des Clubs. Doch man suche natürlich auch noch Kicker. Auf der Facebook-Seite des Vereins könnten sich Interessierte melden. Mitglieder können ab Mitte Januar aufgenommen werden.

■ Wer ist der Trainer?
Mit Alexander Maier kein Unbekannter im Kreis. Früher spielte er für den 1. FC Kieselbronn und coachte auch das Team. Zuletzt hatte er bei den Sportfreunden Feldrennach das Kommando, bevor er anderthalb Jahre pausierte. „Als ich gefragt wurde, ob ich den FCP trainieren könnte, musste ich nicht lange überlegen“, sagt Alexander Maier. „Es ist schön, was Neues aufzubauen. Und von den Leuten her passt das super.“

■ Welcher Sportplatz wird die Heimspielstätte des FCP?
Der alte Bohrainsportplatz. Bisher ist der Rasen noch ein „Acker“, doch mit dem TV Pforzheim will man die Infrastruktur dort extrem verbessern. Der Platz soll auch in Arthur-Hiller-Platz umbenannt werden. Arthur Hiller (1898 bis 1914 FCP-Spieler) war der erste Mannschaftskapitän in die Geschichte der deutschen A-Nationalmannschaft ein.

■ Hat man schon Sponsoren an Land ziehen können?
Ein paar (siehe Foto). Unter anderem wird man bald einen Eberhardt-Bus mit dem FCP-Logo durch Pforzheim fahren sehen.

■ Darf das alte FCP-Logo überhaupt verwendet werden?
Dennis Hauptkorn: „Wir haben das mit unserem Patentanwalt Thilo Schön geklärt. Das Logo war nie geschützt. Beim Vereinsnamen ist der Zusatz 2018 wichtig.

■ Was sagt der CfR-Vorsitzende Markus Geiser?
„Der FCP sind immer noch wir!“, betont Geiser und will damit sagen, dass der FCP trotz der Fusion mit dem VfR 2010 quasi im CfR weiter existiert. Geiser wundert sich, warum damalige Nichtmitglieder nun die Tradition des FCP aufrecht halten wollen. An die Adresse der neuen FCP-Verantwortlichen sagt er nur: „Herzlich willkommen auf der großen Bühne der Vereinsarbeit!“ Die Logo-Verwendung werde gerade noch juristisch geprüft.