Sprichwörtlich ins Wasser fallen könnte dieses Jahr der Volkslauf-Cup. Zuletzt musste der Keibellauf, der 2019 wegen Unwetter abgebrochen wurde (im Bild von links Oliver Sigrist, Oliver Rottweiler, Marion Bayer und Dominik Bergmeyer) abgesagt werden. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
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Organisator des Volkslauf-Cups gibt Hoffnung noch nicht auf

Pforzheim. Er spreche derzeit häufiger mit der Presse als in den vergangenen Jahren, sagt Bernd Elfner. Für den Organisator des Volkslauf-Cups Sparkasse Pforzheim Calw ist das jedoch kein gutes Zeichen. Denn, während in den vorangegangen Jahren alles nach Plan lief, ist dieses Mal aufgrund der Corona-Pandemie alles anders. Eine Absage nach der anderen muss Elfner verkünden. Zuletzt hatte vergangene Woche der Keibellauf des LAV Huchenfeld, der für den 20. Juni vorgesehen war, abgesagt werden müssen. „Die Veranstalter haben sich sehr viel Mühe gegeben, um eine Genehmigung zu bekommen, haben sogar Einzelstarts angeboten“, berichtet Elfner. Dennoch wurde der Lauf nicht genehmigt. Noch ist offen, ob es einen Alternativtermin für das Rennen in Huchenfeld gibt. Auch beim Kärcher-Lauf, der am 26. April in Illingen hätte steigen sollen, ist noch nicht abschließend geklärt, ob dieser nachgeholt wird.

SGF denkt über Absage nach

Ersatzlos gestrichen sind hingegen der Gaißeschennerlauf Kieselbronn und der SWP-CityLauf Pforzheim. Als nächstes in der Liste steht der Ranntallauf des TV Nöttingen (25. Juli). Bis zum 15. Juni, also kommenden Montag, soll laut Elfner eine Entscheidung fallen, ob der Ranntallauf stattfinden kann. Ein weiterer Wackelkandidat ist der Heckengäu-Lauf der SGF Serres. Dieser ist zwar erst für den 3. Oktober geplant, dennoch ist eine Absage beim Veranstalter jetzt schon ein Thema.

„Wenn der Lauf im Oktober über die Bühne gehen soll, dann müsste jetzt die ganze Maschinerie mit Flyer drucken und so weiter angeworfen werden, das verursacht natürlich Kosten, auf denen man bei einer Absage zu späteren Zeit dann sitzenbleibt“, weiß Elfner, der selbst für die Organisation des Gaißeschennerlauf in Kieselbronn zuständig ist.

Gerade jetzt, wo auch die Vereinsfeste ausfallen, seien diese Ausgaben schwer zu finanzieren.

Gesamtwertung noch möglich

Noch hat Elfner die Hoffnung aber nicht aufgegeben, dass es in diesem Jahr einen Volkslauf-Cup geben wird. „Solange die Möglichkeit besteht, dass vier Läufe zusammenkommen, werden wir die Lauf-Serie nicht absagen“, erklärt Elfner. Auch bei drei Läufen könne man darüber nachdenken, ob es eine Gesamtwertung geben kann, so der Organisator des Volkslauf-Cups. Derzeit sind neben Kärcher-Lauf, Keibellauf und Heckengäu-Lauf auch der Calwer Hesse-Lauf noch nicht komplett abgesagt. Der Lauf in Calw, der eigentlich am 21. März den Auftakt der Laufserie bilden sollte, ist auf den 25. Oktober verschoben worden.

Sollten Läufe aufgrund der Vorgaben der Behörden nur mit begrenzten Teilnehmerzahlen möglich sein, müsse man „die Köpfe rauchen lassen und sich was einfallen lassen“, um die sportliche Fairness in Sachen Cup-Wertung zu gewährleisten, sagt Elfner. Doch darüber werde man sich erst Gedanken machen, wenn man wisse, ob und unter welchen Voraussetzungen Läufe ausgetragen werden können, erklärt Elfner am Ende des Telefonats. Es war sicher nicht sein letztes Gespräch mit einem Pressevertreter in diesem Jahr gewesen.