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Mit seinem vierten Treffer rettete Michal Wysokinski der TGS den Punkt. Foto: PZ-Archiv/Becker
Mit seinem vierten Treffer rettete Michal Wysokinski der TGS den Punkt. Foto: PZ-Archiv/Becker
17.03.2019

Packendes Finale mit Punktgewinn: TGS Pforzheim schafft 29:29 in Fürstenfeldbruck

Pforzheim/Fürstenfeldbruck. Da war mehr drin: Die Handballer der TGS Pforzheim mussten sich in der 3. Liga Süd vor den Toren Münchens beim TuS Fürstenfeldbruck mit einem 29:29 (17:12) zufriedengeben. Immerhin konnten die Pforzheimer damit die bayerischen „Panther“ beim Kampf um die DHB-Pokal-Qualifikationsplätze auf Distanz halten.

Es war eine deutliche Überlegenheit der Pforzheimer Handballer in den ersten 30 Spielminuten. Hätten die Rot-Weißen ihre zahlreichen klaren Torchancen ähnlich sicher verwandelt wie eine Woche zuvor beim Kantersieg gegen Haßloch, wäre die Messe wohl schon zur Pause gelesen gewesen. Mit einer 17:12-Führung für die Badener ging es mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause, was vorrangig der exzellent arbeitenden Defensive des Klimovets- Teams und zahlreichen Paraden von Sebastian Ullrich zu verdanken war. Dadurch ergaben sich zahlreiche Tempogegenstöße, die aber nicht immer erfolgreich genutzt wurden. Gut eingestellt waren auch die TGS-Rückraumspieler gegen die offensive Fürstenfeldbrucker Defensive, was vor allem Yanez Kirschner und Patrick Zweigner zu schnellen Durchbrüchen nutzten.

Linie verloren

Etwas defensiver eingestellt, ließen die Fürstenfeldbrucker Abwehrspieler den Angriff der TGS nach Wiederanpfiff nicht mehr so zur Entfaltung kommen. „Dann verloren wir mit zunehmender Spieldauer unsere Linie, was vielleicht auch dem Kräfteverschleiß von Hälfte eins geschuldet war“, so TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel. Vor allem das Abwehrverhalten wurde nun passiver. Bis zur 49. Spielminute (22:25) konnte Kirschner mit seinem fünften Tor den Dreitorevorsprung halten, doch dominierten fortan die „Brucker“ das Geschehen. Ein 5:0-Lauf bescherte den Hausherren gar eine 27:25-Führung, der TGS schienen nun die Felle davonzuschwimmen.

Emotionale Schlussphase

Hochspannung und Emotion pur bot die Partie in den Schlussminuten. Salzseeler und Wysokinski stellen den 27:27-Gleichstand her. Im 30-Sekunden-Takt legte Fürstenfeldbruck vor, die TGS glich wieder aus und es war drei Sekunden vor dem Abpfiff Michal Wysokinski vorbehalten, den mehr als verdienten 29:29-Endstand zu erzielen. Dennoch Bangen am Ende bei den Pforzheimern, denn Fabian Dytka musste nach einem mit der Roten Karte geahndeten Foul von Maximilian Lentner mit Atemproblemen ins Krankenhaus. Nach ärztlicher Untersuchung gab es aber Entwarnung und Dytka konnte die Heimreise zusammen mit dem Team antreten. Auf der Fahrt war die Stimmung fröhlich. Um 2.30 traf der Bus dann auf dem Wartberg ein.