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Die Freiburger Fans liegen nicht nur Vincenzo Grifo am Herzen.  Foto: Seeger 

Pforzheimer Bundesliga-Star Grifo und andere Spieler vermissen die Fans

Freiburg. Die Party zum Abschied aus dem Schwarzwald-Stadion muss der SC Freiburg verschieben. Eigentlich hätte sie am vergangenen Wochenende beim ursprünglich letzten Heimspiel der Saison gegen Schalke steigen sollen. Aber wie allen anderen Fußball-Bundesligisten fehlen den Breisgauern wegen der Corona-Pause bei der Saisonfortsetzung nun die Fans. Angesichts des engen Stadions an der Dreisam schmerzt das die Mannschaft von Trainer Christian Streich ganz besonders. „Uns tun die fehlenden Zuschauer mehr weh als den Top-Mannschaften“, meinte SC-Trainer Christian Streich vor dem ersten Heimspiel nach dem Re-Start gegen Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr/Sky). „Aber wir wollen spielen, als wenn die Hütte voll wäre.“ Auch die Spieler sehen es als großen Nachteil an, vor leeren Rängen spielen zu müssen. „Wenn man hier ein Tor schießt, bebt das ganze Stadion, die Fans sind außer Rand und Band“, sagte der Pforzheimer Vincenzo Grifo. Auf die Stimmung im 24.000 Zuschauer fassenden Stadion, das bis auf den Gästebereich immer ausverkauft ist, muss die Mannschaft nun verzichten.

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Dafür bleibt es beim etwas zu kurzen und dafür breiteren Spielfeld, für das es seit vielen Jahren eine Ausnahmegenehmigung gibt, und beim leichten Gefälle Richtung Nordtribüne.

„Dass man jeden Zentimeter kennt, und dass man ein Heimatgefühl hat“, empfindet Nils Petersen weiterhin als Vorteil.

Die Gewöhnung an die klimatischen Bedingungen in Freiburg, wo es im Mai und Juni teilweise schon deutlich wärmer ist als an anderen Bundesligastandorten, könnte ebenfalls dazu zählen, vermutet der 31-Jährige. Mit Zuschauern sei das Stadion ein „Hexenkessel“, wie der Ex-Nationalspieler mal sagte.

Schöne und emotionale Heimspiele werden die Freiburger in dieser Saison nicht mehr haben. Aber zumindest vor dem Fernseher sollen die Fans Spaß haben. Einen Abschied aus dem alten Stadion wird es dann sicherlich auch noch mit Zuschauern geben, denn keiner wird Interesse daran haben, die neue Arena mit einem Geisterspiel einzuweihen. Geplant war der Umzug in das 35 000-Zuschauer-Stadion zur neuen Saison. Wegen der der Corona-Krise wird es vermutlich etwas später fertig.