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An erfolgreiche Zeiten unter Trainer Christian Streich (links) will der Pforzheimer Vincenzo Grifo nach seiner Rückkehr zum SC Freiburg anknüpfen. Foto: dpa/Wittek
An erfolgreiche Zeiten unter Trainer Christian Streich (links) will der Pforzheimer Vincenzo Grifo nach seiner Rückkehr zum SC Freiburg anknüpfen. Foto: dpa/Wittek
06.02.2019

Pforzheimer Vincenzo Grifo ist endlich wieder angekommen – beim SC Freiburg

Freiburg. Vincenzo Grifo ist endlich wieder angekommen. Dort, wo er seine größten Erfolge gefeiert hat, dort, wo er sich besonders wohl fühlt und dort, wo man die Fähigkeiten des Bundesliga-Fußballers am meisten zu schätzen weiß: beim SC Freiburg.

„Es ist sehr, sehr schön, wieder auf dem Platz zu stehen, zu ackern und zu fighten“, sagt Grifo im Gespräch mit der PZ. In Pforzheim wurde er geboren und jagte schon als dreijähriger Knirps beim VfR Pforzheim dem Ball nach. Die Erleichterung ist dem in der Offensive sowohl zentral als auch links einsetzbaren italienischen Nationalspieler anzumerken. An die Zeit, als er bei Borussia Mönchengladbach und der TSG 1899 Hoffenheim lange auf den Ersatzbänken schmorte, mag Grifo am liebsten nicht erinnert werden.

Der 25-Jährige redet lieber über 2015/16 und 2016/17, als er in beachtlichen 61 Spielen für die Breisgauer noch beachtlichere 20 Tore erzielt hat. „In Freiburg hatte ich sehr große Erfolge. Ich hoffe, dass ich die dort wieder haben werde“, bringt er es auf den Punkt. Dagegen spricht nichts. Schließlich schenkt ihm Freiburgs Trainer-Ikone Christian Streich uneingeschränkt das Vertrauen. Nachdem er vom nordbadischen Hoffenheim nach Südbaden verliehen wurde, hat Streich Grifo bei dessen bisherigen beiden Einsätzen auswärts gegen Eintracht Frankfurt (1:3) und beim VfB Stuttgart (2:2) durchspielen lassen — für eine Offensivkraft keine Selbstverständlichkeit. Kein Wunder, dass die Freiburger Nummer 32 von Streich schwärmt: „Er ist für mich eine große Vaterfigur und nimmt mich und viele Spieler an der Hand.“ Auch mit ihm habe Streich einige Gespräche unter vier Augen geführt. Dieses Vertrauen gibt Grifo, der 16 Jahre lang in Pforzheim zu einem Elitekicker geschult wurde – und zwar beim VfR, bei Germania Brötzingen und dem CfR – an Streich und seine Mannschaftskameraden zurück.

An beiden Toren beteiligt

Am vergangenen Sonntag gegen den VfB leitete er die Ballstafette über Lucas Höler und Nils Pedersen zu Janik Haberer ein, die mit der frühen 1:0-Auswärtsführung endete. Ein Pass zu Florian Niederlechner brachte Freiburg in der Nachspielzeit den verdienten Punkt.

Hinzu kommt, kein Akteur in der Mercedes-Benz-Arena ballerte so oft aufs gegnerische Gehäuse wie es Grifo vor den Augen seiner gesamten Familie tat: Fünf Mal.