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Uwe Hück. Foto: dpa
Uwe Hück. Foto: dpa
12.06.2018

Pokal-Hängepartie um das Holzhof-Stadion – harte Worte von Uwe Hück

Pforzheim. Der Kampf um die Austragung der ersten DFB-Pokalpartie des 1. CfR Pforzheim im Holzhofstadion hat sich am Dienstag zur Hängepartie entwickelt.

Die für den Nachmittag angekündigten Pressemitteilungen von Stadt und Stadtwerken Pforzheim kamen nicht. Dem Fusionsverein wurde vom Büro des Oberbürgermeisters Peter Boch für den Dienstag kommender Woche ein Gesprächstermin angeboten.

Doch für den Vereinsvorsitzende Markus Geiser ist das zu lange hin. „Wir haben Druck auf dem Kessel. Jeder Tag zählt“, sagte Geiser am Dienstag. Bis zum Pokaltermin Mitte August seien es nur noch 68 Tage. Und es warte ein organisatorischer Kraftakt auf seine ehrenamtlichen Mitstreiter und ihn. „Wir haben Ideen und Konzepte, die wir gerne vorstellen würden“, so Geiser.

Am Freitag DFB-Workshop

Das liegt auch daran, dass bereits am Freitag dieser Woche beim Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt ein Workshop für die Teilnehmer des DFB-Pokals stattfindet. Bis dahin wüsste Geiser gerne, woran er ist. Auch der Gegner Bayer Leverkusen hat bereits die Organisation der Pokalbegegnung in Angriff genommen: „Die haben sich bei uns schon wegen Übernachtungsmöglichkeiten gemeldet“, berichtet Geiser.

Gut möglich, dass die Pressemitteilung der Stadt und der Stadtwerke, die Besitzer des Holzhofgeländes sind, heute veröffentlicht wird. Es wäre dann keine große Überraschung, wenn es eine Absage an eine Austragung der Partie im Holzhof gibt. Die Stadtwerke hatten schon in einer ersten Stellungnahme eine ablehnende Haltung eingenommen und auf den Wasserschutz im Gebiet der Enzauen verwiesen. Die Art und der Tonfall der Kommunikation von SWP-Geschäftsführer Roger Heidt hatten allerdings auch innerhalb der Stadtwerke für Verwunderung gesorgt.

Bei einer Absage müsste man beim CfR über einen Plan B nachdenken. Die naheliegendste Möglichkeit ist das Wildparkstadion in Karlsruhe. Dort hat auch der FC Nöttingen zuletzt dreimal seine Spiele im DFB-Pokal ausgerichtet. Das Problem: Der Karlsruher SC spielt auch im DFB-Pokal, hat als Drittligist an diesem Wochenende ebenfalls ein Heimspiel. Und weil die Karlsruher ihre Begegnung gegen Erstligist Hannover 96 sicherlich am Samstag oder Sonntag austragen wollen, droht den Pforzheimern ein Spieltermin am Freitag- oder Montagabend.

Mögliche Unterstützung für die Austragung des Pokalhits im Holzhofstadion hatte am Dienstag überraschend der Enzkreis signalisiert. Das Gebäudemanagement würde für das Spiel zahlreiche Toilettencontainer zur Verfügung stellen. Somit hätte man schon mal das Problem der Wildpinkler behoben.

Klare Ansage von Hück

Mehr als irritiert über die Reaktionen von Rathaus und Stadtwerken zeigt sich Uwe Hück stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG und Vorstandsvorsitzender des FSV Buckenberg. Der 56-Jährige übt scharfe Kritik: „Die Zeitenwende ist offensichtlich noch nicht in Pforzheim angekommen. Das ist ein Armutszeugnis und Trauerspiel. Denn wie soll ich mich für Arbeitsplätze in unserer Stadt einsetzen, wenn wir nicht mal in der Lage sind, ein Spiel im DFB-Pokal durchzuführen? Für andere Städte wäre das eine Ehre, die würden sich die Beine ausreißen, aber bei uns gibt es scheinbar nur Bedenkenträger.“ Hück weiter: „Ich war eigentlich der Meinung, wir wollen aus Pforzheim eine moderne Stadt mit Zukunft machen. Aber einige Verantwortliche werfen uns nicht nur Steine, sondern ganze Felsbrocken in den Weg. Das geht gar nicht. Mit deutlich weniger als zwei Euro Förderung je Einwohner für Sport und Soziales sind wir das Schlusslicht in Baden-Württemberg. Statt starrem und rückwärtsgewandtem Denken würde ich mir Mut für Pforzheim wünschen. Mut für neue Wege, Mut zur Veränderung, Mut für die Menschen und vor allem Mut für die Interessen der jungen Menschen einzutreten.“ Hück hofft, dass man sich gemeinsam an einen Tisch setzt und Lösungen im Interesse von Pforzheim sucht: „Die Pforzheimer erwarten das! Ich stehe zu Pforzheim und ich liebe Pforzheim.“

spirit
13.06.2018
Pokal-Hängepartie um das Holzhof-Stadion – harte Worte von Uwe Hück

Das eine sogenannte “Großstadt“ Pforzheim wiederholt auf den Platz eines Dorfs wie Nöttingen ausweichen muss ist ein absoluter Witz und sollte in jeder Satire TV Sendung ausgestrahlt. Außer von den WSP Rentnern veranstaltete Sauf Gelage wie Öchsle Fest, scheint in dieser Stadt nichts möglich. mehr...

ROSAROT
13.06.2018
Pokal-Hängepartie um das Holzhof-Stadion – harte Worte von Uwe Hück

Man kann Hück hier nur voll zustimmen. Pforzheim, das ist schon ein echtes Trauerspiel. Anstatt nach Möglichkeiten zu suchen, wie der sicherlich wegen Trinkwasserschutz schwierige Holzhof trotzdem zu einem solchen einmaligen Spiel ertüchtigt werden kann, schmettert der SWP - Chef auf seinem politischen "Versorgungsposten" jede mögliche Lösung schon von vornherein ab. Und muß sich damit die Frage stellen, warum er dann die Groß - Gastronomie seines Parteifreundes im Enzauenpark absolut nicht ...... mehr...