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10:0 führte die TGS Pforzheim im letzten Heimspiel gegen Leutershausen, auch weil Keeper Jonathan Binder (links) gegen Sascha Pfattheicher glänzte.   Gössele, PZ-Archiv
10:0 führte die TGS Pforzheim im letzten Heimspiel gegen Leutershausen, auch weil Keeper Jonathan Binder (links) gegen Sascha Pfattheicher glänzte. Gössele, PZ-Archiv
18.02.2016

Reizvolles Derby: TGS Pforzheim erwartet in der 3. Liga SG Leutershausen

Trotz des Fehlens von Leistungsträgern wie Valentin Hörer und Christian Heuberger sah man vom Drittbundesligisten TGS Pforzheim im Nordbadenderby gegen den TV Großsachsen 45 Minuten eine engagierte Leistung. Dann fehlten den jungen und ersatzgeschwächten Pforzheimern die Kraft, aber auch die Erfahrung, einen Vorsprung über die Zeit zu schaukeln.

Am Samstag bietet sich den Wartbergern die Chance, sich im nächsten Nordbadenderby, diesmal gegen die SG Leutershausen, zu rehabilitieren. Einfacher ist das Vorhaben mit Sicherheit nicht. Denn mit dem Altmeister von der Bergstraße kreuzt der Tabellenzweite in der Bertha-Benz-Halle auf, der mit Akteuren, wie Jochen Geppert, der als bester Spielmacher der Liga gilt, oder Christopher Räpple nach wie vor Ausnahmespieler in seinen Reihen hat.

Über eine aggressive Abwehr und starke Torhüter will die TGS diesmal den Spieß umdrehen. Mit Marco Kikillus und Hagen Körner, die sich im Großsachsen-Spiel Handverletzung bzw. Rippenprellung eingehandelt haben, gibt es zwar zwei neue Angeschlagene, dafür wird der erfahrene Valentin Hörer wieder mit von der Partie sein.

Trainer Marc Nagel wird mit seinen „Roten Teufeln“ zwar mit breiter Brust aber auch mit Respekt anreisen. Auch wenn zwei Heimerfolge dazwischen liegen, sitzt die Schmach des 0:10-Rückstandes vom letzten Auswärtsspiel bei der TGS Pforzheim immer noch in den Hinterköpfen der Bergsträßer. Im Übrigen fährt Leutershausen als „Filiale“ der SG Pforzheim/Eutingen an, denn mit Keeper Moritz Mangold, Sascha Pfattheicher, Valentin Spohn, Marvin Karpstein und Matthias Conrad stecken nicht weniger als fünf Akteure im roten Dress, die auf dem Pforzheimer Buckenberg ihr Handball-Abc erlernten.

Das nächste Topspiel

Nach dem Coup von Willstätt bleibt für die SG Pforzheim/Eutingen keine Zeit sich zurückzulehnen, denn beim TSV Neuhausen/Filder wartet auf die Mannen von Alexander Lipps am Sonntag das nächste Spitzenspiel der Oberliga Baden-Württemberg. Beide Teams spekulieren als Tabellenzweiter (Neuhausen 31:9 Punkte) bzw. Dritter der Tabelle (Pforzheim 30:10 Punkte) auf einen der beiden Tabellenplätze, die zum Aufstieg berechtigen. Beide Seiten haben mit tollen Serien zuletzt kaum Schwächen verraten.

Beim Spiel in Willstätt war Alexander Lipps vor allem mit der Vorstellung seiner Angriffsreihe einverstanden. Sandro Münch hat zweistellig getroffen. Dass es Manuel Mönch bei seinem Comeback nach fast viermonatiger Verletzungspause gleich neunmal klingeln lässt, war auch nicht zu erwarten. Steigerungspotenzial gibt es freilich im Abwehrverhalten, denn darauf, dass man trotz 34 Gegentreffer wie in Willstätt den Sieger stellt, wird man sich beim Vergleich auf den Fildern nicht verlassen können. Mehr Aggressivität und Konsequenz ist da schon angesagt.

Auch wenn im Training der eine oder andere Spieler krank bzw. angeschlagen fehlte, werden die Eutinger bis auf Nicolai Gerstner mit dem stärksten Kader auflaufen können.