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Sichtlich gezeichnet wird Ispringens Spielertrainer Michael Cycon von einem Betreuer vom Platz geführt.  Foto: Ralf Becker 
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Eng dran am Mann: Ispringens Max Schweikert (hinten), der auch einen Elfmeter verwandelte, gegen Büchigs Mohamed Al-Mouktar.  Foto: Ralf Becker 

Relegationsspiel zu Landesliga: FC Ispringen gewinnt Nervenschlacht vor Rekordkulisse

Neulingen-Bauschlott. Der Andrang war rekordverdächtig. 1153 Zuschauern wollten das Relegationsspiel zur Fußball-Landesliga zwischen den Bezirksliga-Vizemeistern FC Ispringen (Pforzheim) und SV Kickers Büchig (Bruchsal) auf dem Platz des FC Bauschlott sehen.

„So viele Besucher bei einem Fußballspiel hatten wir wahrlich noch nicht“, stellte der ehemalige langjährige FCB-Vorsitzende Alexander Spörr fest.

Die große Kulisse sah ein Spiel, das vor allem von der Spannung lebte und in dem sich Ispringen nach torlosen 120 Minuten mit 4:2 im Elfmeterschießen durchsetzte. Jetzt trifft Ispringen im „Endspiel“ um den letzten freien Platz in der Landesliga auf den FC Alemannia Eggenstein. Der Karlsruher Kreisliga-Vizemeister setzte sich am Montag mit 2:0 gegen den SV Huchenfeld durch.

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Landesliga-Relegation: 1. FC Ispringen besiegt Kickers Büchig

In der ersten Halbzeit hatte Büchig mehr vom Spiel, Ispringen hatte allerdings die besseren Chancen, bei zwei Aluminiumtreffern Pech. Auch in der zweiten Hälfte hatte Büchig mehr Ballbesitz, kam allerdings ebenso wie Ispringen nicht zu zwingenden Chancen. Die 90 Minuten blieben wie die Verlängerung torlos. So musste das Elfmeterschießen entscheiden. Dabei trafen für Büchig lediglich Aykut Kursunlu und Viktor Göhring, während zwei Kickers-Spieler über das Tor zielten. Für Ispringen trafen Francesco Di Sazio, Max Schweikert und Pascal Prassl, ehe der Ex-Bauschlotter Dennis Szweda den vierten, entscheidenden Elfer verwandelte.

Jetzt hat Michael Cycon also richtig Grund zum Feiern, wenn er am Dienstag 34 Jahre alt wird. Seit fünf Jahren ist er Spielertrainer in Ispringen. Die Partie konnte er aber nicht zu Ende spielen. Früh in der zweiten Halbzeit musste er mit Schwindel und Übelkeit vom Platz, vermutet einen Sonnenstich als Ursache. „In der Halbzeit habe ich mich mehrfach übergeben“, so der Coach.

Sein Team war ohne den privat verhinderten Kapitän Alexander Mironow mit viel Respekt ins Spiel gegangen. „Es war eine von Taktik geprägte Partie“, sagt Cycon, der den Gegner aus Büchig dank der großen Erfahrung einiger Spieler als sehr stark einschätzte.

Immerhin konnten die Ispringer nach dem gewonnenen Elfmeterschießen ausgelassen feiern, während Büchigs Spielertrainer Viktor Göhring versuchte, seine niedergeschlagenen Spieler aufzurichten. Er versprach: „Wir starten im kommenden Jahr einen weiteren Versuch.“