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Mihail Sava
Mihail Sava
01.01.2017

Ringen: Beim Ispringer Finaleinzug sorgt Sava für die Wende

Der KSV Ispringen steht im zweiten Jahr seiner Bundesligazugehörigkeit erstmals im Finale einer deutschen Ringer-Mannschaftsmeisterschaft.

Nach dem 11:11 im Hinkampf trumpfte die Truppe von KSV-Trainer Bernd Reichenbach „mit einer tollen Leistung der gesamten Mannschaft“ auf und schaffte beim KSV Aalen 05 einen vor allem in der Höhe überraschenden 13:7 Erfolg.

Gegner des KSV Ispringen im Finale ist der SVG Weingarten, der nach dem 14:8 im Vorkampf Titelverteidiger ASV Nendingen mit 11:6 distanzierte, wobei Nendingen nicht in stärkster Formation angetreten war. Ausgetragen wird das Finale am 7. Januar (in Weingarten) und am 14. Januar beim KSV Ispringen.

Ispringens Vorsitzender Werner Koch hatte einen engen Kampf erwartet. „Aalen hat heute eine ungemein starke Mannschaft aufgeboten, das wird ganz schwer“. sagte er vor Kampfbeginn. Doch sein Team hatte mit Gegenüber dem Vorkampf gab einige Änderungen:  Beim KSV Ispringen hatte statt Konstantin Schneider diesmal Fabian Fritz in die 75-kg-Klasse abtrainiert.

Neu im Team war der Moldavier Mihail Sava, bislang in dieser Saison nur sporadisch eingesetzt. Er sollte einer der entscheidenden Faktoren werden. Ausgeglichen war das Duell bis zur Pause (4:4), doch im zweiten Abschnitt bestimmten mehr die Athleten des KSV Ispringen, unterstützt von etwa 50 Fans.

Im Auftaktkampf fiel die 0:5 Niederlage von Ispringens Ibrahim Fallacara gegen Marius Los etwas zu hoch aus. Mühe hatte zunächst Nick Matuhin, der gegen den Ungarn Daniel Ligeti erst nach einem 0:1 zum 5:1-Sieg kam.

Danach sah es lange nach einer Sensation aus, denn Ivan Guidea entzauberte in der ersten Runde Olympiasieger Vladimir Khinchegashvili, unterlag aber kurz vor Kampfende durch unglückliche Entscheidungen des Kampfgerichts, nachdem Aalens Trainer Patric Nuding die „Challange“ gezogen hatte und der Videobeweis zum 7:6 Sieg für den Aalener entschied. Lautstarke Pfiffe des Ispringer Anhangs waren die Folge.

Challenge hilft Aalen

Auch im nächsten Kampf zog Aalen die „Challange“, als man eine Viererwertung von Ardo Arusaar gegen Aalens Ramsin Azizsir reklamierte, die in eine „Zwei“ umgewandelt wurde, letztlich siegte Arusaar mit 6:1 gegen den passiven Aizsir. Pech dann für KSV-Kämfer Mohammed Yasin Yeter, der gegen Deniz Menekse wie im Vorkampf auf der Siegesspur war, doch durch eine Unachtsamkeit mit 1:3 verlor:

 Dann musste sich Michael Kaufmehl wie im Vorkampf (0:4) Radoslaw Marcinkiewicz beugen, doch für die Wende sorgte Mihail Sava: Den Aalener Selahattin Kilicsallayan, der im Vorkampf noch Kevin Henkel deklassiert hatte, führte Sava nach allen Regeln der Kunst vor und sorgte mit seinem 12:1 für die Wende.

„Die Aufstellung von Sava war für uns heute ein Glücksfall“, freute sich Werner Koch über dessen Dreier und damit die 7:6 Führung. Der Rest war „Formsache“ für den KSV Ispringen, dessen Fans die Aalener Anhänger nun lautstark übertönten. Kampfstark stellte sich Zakarias Berg vor, der den passiven Mateusz Wolny (5:0) gut im Griff hatte. Die 4:5 Niederlage von Fabian Fritz mit 0:1 Wertung gegen Damian Hartmann schmerzte Ispringen nicht, denn zum Abschluss hatte man ja noch den starken Russen Kakhaber Khubezthy, der den jungen Rutallah Gürler regelrecht über die Matte wirbelte und mit seinem Überlegenheitssieg alles klar machte.