Zürich. Robert Lewandowski hat es geschafft. Der Stürmer des FC Bayern München wurde am Donnerstagabend offiziell zum "Weltfußballer des Jahres 2020" gekürt.
Der Pole setzte sich bei der in diesem Jahr virtuell ausgetragenen Veranstaltung im schweizerischen Zürich gegen die beiden Superstars Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) durch.
Lewandowski ist damit der erste Spieler aus der Bundesliga, der die seit 1991 jährlich verliehene Trophäe gewinnen konnte. Zwar holte Lothar Matthäus die Auszeichnung gleich bei der Premiere vor 29 Jahren, allerdings spielte der deutsche Rekordnationalspieler zu diesem Zeitpunkt für Inter Mailand in der italienischen Serie A.
Lewandowski krönt außergewöhnliches Jahr
Mit Ausnahme von 2018, als der Kroate Luka Modric als bester Spieler ausgezeichnet wurde, gewannen seit 2008 stets Messi (sechs Mal) oder Ronaldo (fünf Mal) die Weltfußballer-Trophäe. Lewandowski selbst wurde erst im Oktober zu Europas Fußballer des Jahres gewählt, außerdem sicherte er sich auch die Auszeichnung als Fußballer des Jahres in Deutschland.
Mit seinen Toren schoss der 32-Jährige den FC Bayern im abgelaufenen Kalenderjahr zur deutschen Meisterschaft, dem Sieg im DFB-Pokal und dem Champions-League-Titel. In allen drei Wettbewerben wurde er obendrein auch Torschützenkönig. Außerdem gewann er mit seiner Mannschaft den UEFA-Supercup sowie den DFL-Supercup.
Der beste Spieler des Jahres wird von Medienvertretern (ein Journalist aus jedem Mitgliedsland der FIFA), den Nationaltrainer, Spielführern und Fans auf der Website der FIFA gewählt. Die jeweiligen Abstimmungsergebnisse der einzelnen Gruppen fließen zu je 25 Prozent in das Endergebnis mit ein.
Auszeichnungen für Neuer und Klopp
Grund zur Freude hatte auch Lewandowskis Teamkollege Manuel Neuer. Der deutsche Nationaltorwart wurde zum fünften Mal nach 2013, 2014, 2015 und 2016 zum Welttorhüter gewählt. Jürgen Klopp wurde wie im Vorjahr als Trainer des Jahres ausgezeichnet.
Bei den Frauen wurde Lucy Bronze von Manchester City zur Weltfußballerin gewählt, Sarah Bouhaddi (Olympique Lyon) wurde als Welttorhüterin ausgezeichnet. Sarina Wiegman, Nationaltrainerin der Niederlande, erhielt die Auszeichnung als beste Trainerin.
Den Puskas-Award für das schönste Tor des Jahres staubte der frühere Leverkusener und Hamburger Heung-Min Son für seinen Treffer im Dress der Tottenham Hotspur gegen den FC Burnley ab.

