Kleiner Topsprinter mit dem ganz großen Kämpferherz: Josh Gando kann es mit den schnellen, wendigen Spielern der RG Heidelberg aufnehmen.
PZ-Archiv/Jürgen Keller
Sport
Rugby-Bundesliga: SG Pforzheim hofft auf Heimsieg gegen RG Heidelberg
  • -uh-

Pforzheim. An der Spitze der Rugby-Bundesliga Süd/West sorgt ein überraschend enger Dreikampf für Aufsehen – und Gleiches gilt auch für den Tabellenkeller, in dem sich die SG Pforzheim (7 Punkte) auf dem sechsten Platz noch knapp vor dem Heidelberger RK (6 Punkte, Relegationsplatz) und dem RC Luxemburg (5 Punkte, ein Spiel weniger, Abstiegsplatz) behaupten kann. Mit einem Heimsieg an diesem Samstag, 14 Uhr, im SüdwestEnergie-Stadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen gegen die RG Heidelberg hoffen die Pforzheimer „Rhinos“ sich vor die fünftplatzierten Kurpfälzer schieben und weiter ins schmale Mittelfeld absetzen zu können.

Auswärts gut gespielt

Hoffnung bezieht das Team von Spielertrainer Fabian Broughton aus den beiden jüngsten, knappen und teils etwas unglücklichen Auswärtsniederlagen bei RK Heusenstamm und Heidelberger RK. Broughton, der zuletzt trotz angebrochener Rippe auf dem Platz stand, wird wohl auch jetzt wieder mitspielen. Aber dann gibt es da auch eine lange Verletztenliste bei der SG. Mohamad Jamaluddin, starker Innendreiviertel aus Malaysia, ist nach seinem Schlüsselbeinbruch vom zweiten Spieltag erstmals wieder ins Training zurückgekehrt und hofft auf einen Einsatz in der Rückrunde im nächsten Frühjahr. Auch Erste-Reihe-Stürmer Kelvin de Bruyn und Verbindungshalb Alexander Onyeahasi werden gegen die RGH fehlen. Leider gebe es noch einige Spieler wie Gedrängehalb October Ralton, bei denen man sich erst am Spieltag für einen Einsatz entscheiden werde, so Rugby-Pforzheim-Sprecher Robin Häberle. Und: Zweite-Reihe-Stürmer Manuel Carrier spielt mit der U20-Nationalmannschaft bei der Rugby-EM in Portugal.

Pforzheimer Eigengewächse und Nachwuchsspieler integriert

Allerdings seien inzwischen etliche der Pforzheimer Eigengewächse und Nachwuchsspieler gut ins Bundesligateam integriert worden, so Häberle. Damit sei, wenn auch der Not gehorchend, das Konzept von Rugby Pforzheim aufgegangen, Spieler aus der Region und den eigenen Reihen zu fördern. Auch wenn die „Rhinos“ ihren Zuschauern bislang noch keinen Heimsieg präsentieren konnten, sei die Stimmung im Team sehr gut und die Motivation im Training deutlich zu spüren.

Gegen die RG Heidelberg dürfte der bislang recht starke Pforzheimer Sturm durchaus mithalten können. Was zuletzt etwas bei der SG Pforzheim gefehlt hat, war die Kreativität der Hintermannschaft. Zu selten gab es kollektiv herausgespielte Überraschungsmomente. Dafür sind aber die schnellen Spieler und 7er-Rugby-Spezialisten der RGH bekannt. Wichtig für die „Rhinos“: Gleich vom Anpfiff an hellwach und konsequent die Angriffe der Heidelberger zu unterbinden. In dieser Saison mussten die Pforzheimer viel zu oft nach einem verschlafenen Start einer Führung hinterherrennen.

Vereinssprecher Häberle: „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“

„Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Häberle. Ein Sieg gegen die RGH wäre für den deutschen Rugbymeister von 2016 eigentlich Pflicht, um sich der Abstiegssorgen erst einmal etwas entledigen zu können. Das nächste Match am 20. September ist erneut ein Heimspiel – und zugleich das Rückspiel gegen den Tabellenletzten RC Luxemburg, den man zu Saisonbeginn auswärts mit 29:26 knapp schlagen konnte. Inzwischen hat sich der RCL aber enorm verstärkt und jüngst den HRK klar geschlagen. Vor der langen Winterpause könnten also die beiden Kellerduelle gegen die RGH und den RCL richtungsweisend für die SG Pforzheim sein. Höchstspannung ist also an diesem Samstag im SüdwestEnergie-Stadion garantiert.

Rugby-Bundesliga Süd/West – 7. Spieltag:

Sa., 6.11., 13 Uhr --- TSV Handschuhsheim - RK Heusenstamm

Sa., 6.11., 14 Uhr --- SG Pforzheim - RG Heidelberg

Sa., 6.11., 14 Uhr --- RC Luxemburg - SC Frankfurt 1880

Sa., 6.11., 16 Uhr --- SC Neuenheim - Heidelberger RK