Mit dem blau-gelben Lamborghini gelang Rutronik Racing im Saisonfinale in Barcelona eine spektakuläre Aufholjagd.
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Rutronik Racing trotzt dem Wetterchaos und fährt beim Saisonfinale aufs Podium

Barcelona/Remchingen. Rennstall aus Remchingen ist auch im Saisonfinale des GT World Challenge Europe Sprint Cup erfolgreich.

Wetterkapriolen führten zu einem chaotischen Saisonfinale des GT World Challenge Europe powered by AWS Sprint Cup in Barcelona. Eine Bevölkerungsschutzwarnung sorgte für eine Räumung des Fahrerlagers am Samstagabend und die Fortsetzung der Veranstaltung wurde auf den Sonntagnachmittag verzögert.

Das erste Rennen nahm Rutronik Racing mit dem blau-gelben Lamborghini Temerario GT3 von Luca Engstler und Patric Niederhauser von 22. Startplatz auf. Während der Startaufstellung setzte über dem Circuit de Barcelona-Catalunya Regen ein und verwandelte den Kurs in eine Rutschbahn. In einem chaotischen Rennen mit vielen Zwischenfällen zeigten die beiden Lamborghini-Werksfahrer eine imposante Aufholjagd und kämpften sich auf den dritten Rang vor.

Für Rutronik Racing und den Lamborghini Temerario GT3 war es das zweite Gesamtpodium in der diesjährigen GT World Challenge Europe-Saison. Ein versöhnliches Resultat einer teils schwierigen, aber lehrreichen Debütsaison mit dem neuen GT3-Fahrzeug aus dem Hause Lamborghini, in der der Rennstall aus Remchingen große Fortschritte machte.

Ins zweite Rennen startete Luca Engstler vom zehnten Startplatz, wurde allerdings in die Startkollision verwickelt, wobei der Allgäuer ins Kiesbett rutschte und weit zurückfiel. Kurz vor der Öffnung des Boxenstoppfensters rollte der Lamborghini mit technischen Problemen aus. Ein bitteres Ende der Sprint-Cup-Saison für das Team.

Für Rutronik Racing endete das Rennwochenende mit gemischten Gefühlen. Teamchef Klaus Graf sprach im Rückblick von „einem Wochenende voller Höhen und Tiefen“. Vor allem das erste Rennen sorgte für Freude.

„Das ganze Team und die Fahrer haben einen super Job gemacht“, lobte Graf.

Besonders schön sei es gewesen, den Erfolg vor den zahlreichen Rutronik-Gästen feiern zu können.

Keine größeren Schäden

Am zweiten Tag mit dem Unwetter sei vor allem wichtig gewesen, dass der Sturm keine größeren Schäden angerichtet habe, betonte Graf. Sportlich lief es anschließend weniger glücklich: Luca Engstler wurde bereits am Start in eine Kollision verwickelt und musste den Weg durch das Kiesbett nehmen. Später musste Rutronik Racing aufgrund technischer Probleme einen Ausfall hinnehmen. Die genaue Ursache werde noch untersucht.

„Darauf können wir stolz sein“

Engstler zog dennoch ein überwiegend positives Fazit. „Ich bin natürlich sehr happy mit dem Podium im ersten Rennen“, sagte der Lamborghini-Pilot. Nach einer Saison voller Höhen und Tiefen sei es für das gesamte Team besonders wichtig gewesen, das letzte Rennwochenende des Jahres mit einem Podestplatz abzuschließen. Mit dem Ausgang des zweiten Rennens zeigte sich Engstler dagegen nicht zufrieden. Er sei etwas frustriert, da seiner Meinung nach mehr möglich gewesen wäre. Dennoch habe das Team bis zum Schluss alles versucht.

„Am Ende haben wir nichts unversucht gelassen und darauf können wir stolz sein“, erklärte Engstler.

Sein Dank galt insbesondere den Mechanikern und Ingenieuren, mit denen man aus der Saison das Maximum herausgeholt habe. Gleichzeitig richtete Engstler den Blick bereits nach vorne: Er freue sich auf die Zukunft und auf das Endurance-Cup-Rennen in Portimão.