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Das neue Team der Rutronik Stars Keltern (von links): Tatsiana Likhtarovich, Leonie Elbert, Mailis Pokk, Carmen Miloglav, Amber Orrange, Katharina Fikiel, Stina Barnert, Marina Markovic, Katarina Vuckovic, Romina Ciappina, Schaquilla Nunn und Linn Schüler.Foto: www.WDP4U.com
Das neue Team der Rutronik Stars Keltern (von links): Tatsiana Likhtarovich, Leonie Elbert, Mailis Pokk, Carmen Miloglav, Amber Orrange, Katharina Fikiel, Stina Barnert, Marina Markovic, Katarina Vuckovic, Romina Ciappina, Schaquilla Nunn und Linn Schüler.Foto: www.WDP4U.com
22.09.2017

Rutronik Stars Keltern vor Saisonstart: Neues Team, neue Ziele

Keltern. Zumindest national haben die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern wenig Luft nach oben. Nach den zweiten Plätzen in Meisterschaft und Pokal in der vergangenen Saison gibt es in beiden Wettbewerben nur noch eine Steigerung: deutscher Meister und deutscher Pokalsieger.

Nicht wenige Experten trauen dies den Frauen aus dem Enzkreis zu, wenn an diesem Wochenende die neue Saison der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) beginnt. Auch durch den Gewinn von Super- und Champions Cup am vergangenen Wochenende in Göttingen hat sich die Mannschaft von Trainer Christian Hergenröther in eine Favoritenrolle manövriert. „Rutronik Stars Keltern sind das Maß der Dinge“, heißt es im offiziellen Pressetext zum Champions Day auf der Internetseite der DBBL. Die PZ beantwortet vor dem Saisonstart die wichtigsten Fragen.

Die Favoriten:

Von einer Favoritenrolle der Sterne möchte Christian Hergenröther nichts hören. Der junge Trainer schätzt die Bundesliga in der kommenden Saison ziemlich ausgeglichen ein. Neben seiner Mannschaft sieht der 31-Jährige natürlich Serienmeister TSV Wasserburg, aber auch den BC Marburg, den TV Saarlouis, den Herner TC und den TK Hannover in einer guten Ausgangslage.

Die Neuzugänge:

Sechs Spielerinnen sind geblieben, sechs Neuzugänge gilt es in Keltern zu integrieren. „Das braucht Zeit. Wir haben viel an der Defense gearbeitet. In der Offensive läuft es noch nicht so rund. Das muss sich im Verlauf der Saison einspielen“, betont Hergenröther. Mit Carmen Miloglav kam ein Point Guard (Spielmacherin) aus Kroatien, die als Backup für Stina Barnert das Spiel der Sterne lenken soll. Beim Champions Cup zeigte sie, dass sie defensiv sehr athletisch und stark ist. Sie hat noch großes Entwicklungspotenzial. Die Weißrussin Tatsiana Likhtarovich war der letzte Neuzugang. „Wir wollten noch Athletik und Aggressivität Richtung Korb und Erfahrung“, begründet Hergenröther die kurzfristige Entscheidung für den Shooting Guard. Katharina Fikiel kommt vom deutschen Meister und Pokalsieger Wasserburg. Sie ist sehr erfahren, hat sich überraschend gut eingefunden. Gegen ihre alte Mannschaft hat die Centerspielerin beim Champions Day offensiv und defensiv sehr gut gespielt.

Schaquilla Nunn (Center) ist noch sehr jung (23), „kann aber eine ganz Große werden“, glaubt ihr Trainer, weil Physis und Einstellung stimmen. Sie geht da hin, wo es weh tut. „Sie ist ein Rohdiamant“, glaubt Hergenröther.

Amber Orrange ist neben Marina Markovic und Stina Barnert die Spielerin, die den Unterschied macht. Der Shooting Guard ist sehr schnell, aber noch ein bisschen zu zurückhaltend. Katarina Vuckovic ist eine starke Flügelspielerin (Power Forward), die gut von außen schießen kann. Sie ist sehr variabel einsetzbar.

Die Kapitänin:

Stina Barnert ist nach ihrer langen Verletzungspause (Kreuzband- und Meniskusriss) auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Die 28-jährige Aufbauspielerin kann auf dem Feld, wenn sie wieder auf dem Top-Level ist, den Unterschied ausmachen. Sie ist der klassische Leader, extrem ehrgeizig und selbst ihr größter Kritiker.

Marina Markovic (Flügel), die Co-Kapitänin, ist eine fast perfekte Spielerin. „Sie kann alles“, sagt ihr Trainer. „Sie muss es aber auch zeigen.“ Und: „Sie sollte auch außerhalb noch mehr Verantwortung übernehmen.“

Trainingssteuerung:

Die Sterne starten am Sonntag mit dem Spiel beim SV Halle (16.00 Uhr) in die Saison. Am Mittwoch, 27. September, 19.00 Uhr geht es in der 2. Runde des DBBL-Pokals zuhause gegen den TV Saarlouis. In diesem Rhythmus geht es weiter. Vom 30. September bis 29. Oktober hat die Mannschaft in Meisterschaft und EuroCup acht Spiele. Auch, um diese hohe Belastung besser steuern zu können, war Trainer Christian Hergenröther im Sommer als Trainingsgast in der US-Profiliga WNBA, wo zwei, drei Spiele pro Woche der Normalfall sind. „Wir trainieren jetzt ein bisschen weniger, dafür intensiver“, erklärt der Trainer, der sich freut, in Keltern ein sehr professionelles Umfeld mit dem Sportlichen Leiter Dirk Steidl an der Spitze anzutreffen.

Die Saisonziele:

In der Meisterschaft ist der erneute Einzug ins Finale das Ziel. Im Pokal sollten es mindestens wieder die Top Vier sein. Im EuroCup treffen die Rutronik Stars in der Gruppe F auf Carolo Basket (Frankreich), PEAC-Pecs und Aluinvent DVTK Miskolc (beide Ungarn). „Die Franzosen sind nicht zu schlagen. Wir spielen gegen die Ungarn um Platz zwei. Und der ist unser Ziel“, sagt der Trainer.

Weitere Infos zur DBBL und den Rutronik Stars Keltern im Internet unter:

www.dbbl.de und

www.rutronik-stars-keltern.de