Pforzheim. Mit dem Nordbaden-Derby SG Pforzheim/Eutingen gegen die SG Leutershausen fällt am Samstag (19 Uhr, Bertha-Benz-Halle) der Startschuss in der Südstaffel der 3. Liga für die Saison 2022/23. Man kann von einer knallharten Runde ausgehen, denn mit Mannschaften wie dem VfL Pfullingen, TuS Fürstenfeldbruck, HC Oppenweiler/Backnang, HBW Balingen-Weilstetten II, die in der abgelaufenen Runde in einer anderen Staffel als die Eutinger spielten, ist die Klasse noch weitaus stärker geworden.
Hinzu kommt, dass die vorige Saison begonnene Reduzierung fortgesetzt wird. Um die Zielgröße des Deutschen Handballbundes für die Saison 2023/24 mit vier Drittliga-Gruppen von jeweils 16 Mannschaften, also insgesamt 64 Teams zu erreichen, werden in dieser Runde aus den derzeitigen fünf Gruppen bis zu 17 Mannschaften absteigen müssen.


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Die SG, die in der vergangenen Saison als Zweiter der Hauptrunde um den Aufstieg in die 2. Liga spielte, richtet den Blick aber eher auf die obere Tabellenhälfte. "Wir hoffen, die überraschend sehr positive letzte Saison bestätigen zu können und unseren Kader weiter zu entwickeln", sind sich der sportliche Leiter der Eutinger Wolfgang Lipps und sein Sohn Trainer Alexander Lipps einig.
Leutershausen peilt Aufstieg an
Davon, dass es äußerst schwer werden wird, dieses Ziel zu erreichen, machen sie kein Geheimnis, schon deshalb, weil der Großteil der 14 Teams in der Südstaffel über weitaus größere Spielerfahrung in der 3. Liga verfügt als das eigene Team. Eine Platzierung unter den Top sechs wäre unter diesem Aspekt ohne Frage akzeptabel und erfreulich.
Mit der SG Leutershausen stellt sich eine der wohl stärksten Vertretungen der Südgruppe in der Bertha-Benz-Halle vor. Dass die roten Teufel zurück in die 2. Liga wollen zeigt sich schon darin, dass sie zur neuen Saison ihren Kader, der mit Spielern wie Lars Röller, Sven Schreiber, Gianluca Pauli oder Kevin Bitz schon überdurchschnittlich besetzt war, weiter qualifiziert aufstockten.


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Trainer Marc Nagel hat seine Netzwerke genutzt und mit Sebastian Ullrich von der TGS Pforzheim einen Torhüter an die Bergstraße zurückgeholt, der mit ihm und den "Hausemer" bereits in der 2. Liga Erfolge feierte. Mit Tim Götz stieß einer der erfolgreichsten Werfer in der 3. Liga vom SV Zweibrücken dazu, von den Eulen Ludwigshafen Yessine Meddeb, der auch von der HG Oftersheim/Schwetzingen und den Junglöwen Erfahrung mitbringt.
SG wohl ohne Wörner und Mikita
Trainer Alexander Lipps geht mit seinen Mannen am Samstag nicht ganz sorgenfrei ins Derby "Es würde fast schon an Wunderheilung grenzen, wenn die angeschlagenen Jan Wörner und Matej Mikita am Samstag mit auflaufen können", meint der SG-Coach.


SG liefert ordentliches Spiel - ist aber chancenlos gegen Ludwigshafen
Trotzdem ist er optimistisch, denn die zwei bisherigen Heimspiele gegen die SGL in der 3. Liga hatte die SG sicher im Griff. Dass seine Akteure gegenüber dem Pokalspiel mit den Eulen aus Ludwigshafen etwas selbstbewusster, in der Abwehr auch konsequenter ran gehen müssen ist auch klar, aber gerade auf die Abwehr war ja in der vergangenen Runde stets Verlass.

